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Grafikkarten: Nvidia baut RTX 5090 mit 84 GByte für KI

Die neue RTX Pro 5500 ähnelt der Geforce RTX 5090, hat aber viel mehr Speicher. Gaming spielt für den Konzern nur noch eine Nebenrolle.
/ Peter Steinlechner
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Artwork der RTX Pro 5500 (Bild: Nvidia)
Artwork der RTX Pro 5500 Bild: Nvidia

Nvidia hat sein Angebot professioneller Grafikkarten um die RTX Pro 5500 Blackwell erweitert. Technisch erinnert das Modell auffällig an die für Spiele gedachte Geforce RTX 5090: Beide verwenden den großen GB202-Chip und verfügen über 21.760 Cuda-Kerne. Statt 32 GByte GDDR7 wie beim Gaming-Vorzeigemodell verbaut Nvidia allerdings 84 GByte GDDR7(öffnet im neuen Fenster) mit ECC.

Auch bei der Leistungsaufnahme gebe sich die professionelle Variante nicht zurückhaltend, schreibt Tom's Hardware(öffnet im neuen Fenster). Nvidia spricht von bis zu 600 Watt. Die Speicherbandbreite beträgt 1.398 GByte/s.

Partner PNY nennt(öffnet im neuen Fenster) ein 416 Bit breites Speicherinterface, wobei diese Angabe nicht ohne Weiteres zur ungewöhnlichen Kapazität von 84 GByte passt. Möglich ist daher auch ein Fehler in den bislang veröffentlichten technischen Daten.

Gedacht ist die RTX Pro 5500 vor allem für KI-Anwendungen, Simulationen und professionelle Grafik. Nvidia bietet sie für Rack-Workstations mit Luft- oder Flüssigkeitskühlung an.

Per Multi-Instance-GPU (MIG) lässt sich die Hardware in zwei voneinander getrennte Instanzen mit jeweils bis zu 42 GByte Speicher aufteilen. Einen Preis und einen konkreten Veröffentlichungstermin nennt Nvidia bislang nicht.

Gaming verliert an Bedeutung

Die RTX 5090 zeigt auch, wie stark sich Nvidias Geschäft in den vergangenen Jahren verschoben hat. Im Geschäftsjahr 2018 setzte der Konzern insgesamt 9,7 Milliarden US-Dollar um, davon 5,5 Milliarden Dollar mit Gaming. Das entsprach rund 57 Prozent des Gesamtumsatzes.

Inzwischen sind die Verhältnisse völlig andere: Im Geschäftsjahr 2026 erzielte Nvidia einen Rekordumsatz von 215,9 Milliarden Dollar. Gaming wuchs zwar kräftig um 41 Prozent auf ebenfalls rekordhohe 16 Milliarden Dollar, steuerte damit aber nur noch rund 7,4 Prozent zum Gesamtumsatz bei.

Das Rechenzentrumsgeschäft brachte dagegen 193,7 Milliarden Dollar ein und stand damit für knapp 90 Prozent der Einnahmen. Haupttreiber ist die Nachfrage nach Hardware für KI und beschleunigtes Computing.

Dass Nvidia deshalb gezielt Kapazitäten von Geforce-Karten zu höherpreisigen Profi- und KI-Produkten verlagert, ist allerdings nicht belegt. Die RTX Pro 5500 zeigt zumindest, wie ähnlich die technische Basis inzwischen für sehr unterschiedlich positionierte Produkte sein kann.


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