Grafikkarten: Externe Quadros und Pro-Treiber für Titan XP
Nvidia hat auf der Grafikmesse Siggraph (Special Interest Group on Computer Graphics) neue Treiber für (semi-)professionelle Grafikkarten angekündigt(öffnet im neuen Fenster) . Bisher hatte der Hersteller den eGPU-Betrieb, also das Verwenden einer Grafikkarte in einem externen Gehäuse, nur bei Geforce-Modellen freigeschaltet. Im September 2017 erscheint entsprechende Hardware und Software für Quadro-Beschleuniger. Nvidia arbeitet hierzu mit einigen Herstellern wie Akitio, Bizon, Magma und Sonnet zusammen.

Die Freischaltung erfolgt obendrein für die Titan XP , die eine Sonderstellung zwischen Geforce und Quadro einnimmt. Auch sie kann in eGPU-Boxen verwendet werden, etwa in Kombination mit dem von uns getesteten Razer Core . Die Anbindung an das Host-System, etwa ein Notebook, erfolgt via Thunderbolt 3 über einen USB-Type-C-Anschluss mit vier PCIe-Gen3-Lanes. Je nach Applikation bremst die Schnittstelle mal mehr und mal weniger – schneller als eine integrierte Grafikeinheit ist eine externe Quadro oder Titan XP aber immer.
Mehr Titan-Geschwindigkeit in Profi-Anwendungen
Hintergrund ist neben der Rohleistung die passende Software. Um AMDs Radeon Vega Frontier Edition etwas entgegenzusetzen, kann die Titan XP ab dem Geforce-Treiber 385.12 daher auf Optimierungen zurückgreifen, die bisher den Quadros-Modellen vorbehalten war. Dadurch rechnet sie in Adobes Premier Pro oder in Autodesks Maya sehr viel flotter als mit bisherigen Geforce-Treibern. Die Geschwindigkeit entspricht etwa der Quadro P6000 , die nahezu gleiche Taktraten aufweist. Die Titan XP hat allerdings 12 statt 24 GByte Speicher.
Generell sind externe Grafikkarten ein Thema, das mehrere Hersteller angehen. AMD und Nvidia unterstützen eGPUs unter Linux und Windows und Apple mittlerweile auch unter MacOS X. Cupertino bietet für Entwickler seit Juni 2017 ein External Graphics Development Kit mit einer Radeon RX 580 an.
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