Grafikkarten-Architektur: Polaris soll der bisher größte Leistungssprung sein

Im Gespräch mit Venture Beat(öffnet im neuen Fenster) hat AMDs Grafikchef Raja Koduri weitere Details und Ziele der angekündigten Polaris-Architektur genannt. So bezeichnet der Hersteller die Technik der Grafikkartengeneration für 2016, angekündigt wurden bisher zwei GPUs. Die nennt AMD öffentlich schlicht Polaris 10 und Polaris 11: Eine soll die Leistung einer Spielekonsole in dünne Notebooks bringen, die andere hingegen soll den Enthusiast-Markt bedienen.

Zum kleineren Modell hatte AMD bereits eine grobe Vorschau gegeben: Ein Prototyp mit 850 MHz taktender GPU und GDDR5-Videospeicher schafft in Star Wars Battlefront in 1080p mit mittleren Details durchweg 60 Bilder pro Sekunde (bedingt durch Vsync). Die Karte ist zudem mindestens gleichauf mit einer Geforce GTX 950 , die AMD als Vergleich heranzog. Das System mit dem Polaris-Beschleuniger benötigte dabei nur etwa die Hälfte an Energie.
Zu beiden Polaris-GPUs sagte Koduri, sie stellten den revolutionärsten Leistungssprung dar. Gemeint ist damit aber nicht zwingend die reine Geschwindigkeit einer auf Polaris basierenden Grafikkarte, sondern die Anzahl der Verbesserungen bei den Shader-Blöcken und Funktionseinheiten, etwa Unified Video Decoder (UVD) sowie die Video Codec Engine (VCE).












Polaris bezeichnet eine komplette Architekturfamilie, so wie bei Nvidia Maxwell oder Pascal. AMD lässt die GPUs im FinFET-Verfahren wie 14LPP fertigen und legt besonderen Wert auf eine hohe Effizienz. Neben der vierten Iteration des Graphics Core Next wurden beispielsweise auch das Front-End und der Displaycontroller überarbeitet. Alle Karten sollen DP 1.3 und HDMI 2.0a für High Dynamic Range in Filmen sowie Spielen unterstützen.
Erste Polaris-Karten sollen im Sommer 2016 erscheinen.