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Blockdiagramm zu Polaris
Blockdiagramm zu Polaris (Bild: AMD)

Grafikkarten: AMD kündigt Polaris-Architektur mit FinFET-Technik an

Blockdiagramm zu Polaris
Blockdiagramm zu Polaris (Bild: AMD)

Intern Arctic Islands, offiziell Polaris: AMD spricht erstmals über die neue Grafikkarten-Generation für 2016. Mindestens ein Chip wird mit 14LPP-Technik bei Globalfoundries gefertigt und soll besonders sparsam sein, er unterstützt zudem HDR-Bildschirme.

Pünktlich zur Technikmesse Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas hat AMD seine neue Grafikkarten-Architektur enthüllt. Die wurde bisher als Arctic Islands bezeichnet, der Marketing-Name lautet Polaris. Das ist die englische Bezeichnung für den Polarstern - der befindet sich nahe des Nordpols, wo auch das kanadisch-arktische Archipel liegt. Kein Zufall: AMDs Grafik-Zentrale ist in Toronto zu finden, zudem gelten Sterne als extrem effiziente Photonen-Erzeuger.

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Ähnlich herausragend effizient soll auch die Polaris-Architektur sein, deren Chips AMD zufolge mit FinFET-Herstellungsverfahren belichtet werden. Konkret spricht der Hersteller von 14FF, genauer von Globalfoundries' 14LPP (Low Power Plus). Die Polaris-GPUs sollen den größten Zuwachs bei der Leistung pro Watt aller bisherigen AMD-Grafikchips aufweisen. In der Präsentation spricht der Hersteller jedoch zusätzlich von 16FF-Technik. Angesichts der Aussage des Chefs der Radeon Technologies Group, Raja Koduri, es werde zwei neue GPUs geben, spricht das für TSMCs 16FF(+) für den anderen Grafikchip.

  • Präsentation zur Polaris-Architektur (Bild: AMD)
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  • Präsentation zur Polaris-Architektur (Bild: AMD)
Präsentation zur Polaris-Architektur (Bild: AMD)

Technisch sollen alle Polaris-GPUs auf der vierten Inkarnation des 2011 mit der Radeon HD 7970 erstmals veröffentlichten Graphics Core Next (GCN) basieren. Zu dessen Neuerungen zählen ein effektiveres Culling von Geometrie, ein überarbeiteter Scheduler zur besseren Auslastung der ebenfalls aufgewerteten Shader-Einheiten und ein Kompressionsalgorithmus für den Videospeicher. Letzteres hatte AMD bereits mit dem Fiji-Chip der Fury X eingeführt, da die GPU bisher nur mit 4 GByte High Bandwidth Memory kombiniert wurde.

Alle Polaris-Modelle werden zudem HDMI 2.0a und Displayport 1.3 für HDR-Bildschirme unterstützen. High Dynamic Range (HDR) ermöglicht einen besonders hohen Helligkeits- und Konstrastumfang. Spiele unterstützen es schon sehr lange, erste Filme und Serien gibt es von Amazon, Netflix zieht 2016 nach. Passend zu HDR können die Polaris-GPUs Videos mit H.265-Codec in 4K-Auflösung (4.096 x 2.160 Pixel) in Hardware decodieren und encodieren. Das ist wichtig für Streaming, da H.265-Material weniger Bandbreite benötigt.

  • Präsentation zur Polaris-Architektur (Bild: AMD)
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Präsentation zur Polaris-Architektur (Bild: AMD)

Was der neue GCN in Form der kleineren der beiden Polaris-Grafikchips zu leisten vermag, zeigt ein Benchmark: AMD vergleicht die Polario-11-GPU oder genauer, eine darauf basierende GDDR5-Grafikkarte, mit Nvidias Geforce GTX 950, die einen beschnittenen GM206-Chip nutzt. Beide Karten erreichen mit mittleren Details in 1080p-Auflösung in Star Wars Battlefront 60 Bilder pro Sekunde. Offenbar ist Vsync aktiviert, um die genaue Leistung der Polaris-GPU zu verschleiern.

Ungeachtet dessen soll das für den Vergleich genutzte System mit der neuen AMD-Karte nur 86 statt 140 Watt mit der GTX 950 an Energie aufnehmen, was angesichts von Nvidias sparsamer Maxwell-v2-Technik im 28-nm-Verfahren ein ziemlich beeindruckender Einstand für die 14LPP-Fertigung ist. Wir sind daher gespannt, in wie vielen Modellvarianten AMD den kleinen Polaris-Chip auflegen und wie die größere GPU aussehen wird.

Karten mit Polaris-Architektur sollen im Sommer 2016 erscheinen.

Nachtrag vom 4. Januar 2016, 23:10 Uhr

Der Artikel wurde um ein Vorstellungsvideo von AMD erweitert.

Nachtrag vom 6. Januar 2016, 15:59 Uhr

Irrtümlicherweise haben wir von einem Stromverbrauch der AMD-Karte von 86 Watt beim Spielen von Star Wars Battlefront 3 gesprochen, die 86 Watt hat aber das gesamte System zusammen mit der Grafikkarte benötigt.


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ms (Golem.de) 05. Jan 2016

Der kleine Chip kommt mit GDDR5 statt HBM.

Clown 05. Jan 2016

Haargefühl! Na klar.. Die Skala reicht von 0 über # bis Adhäsionsschutzschichtbeschichtung

exxo 05. Jan 2016

Es soll keine umbenennen Karten geben.

Orochi 05. Jan 2016

Würde sagen das kommt drauf an was du mit "VR" meinst, Bei gangigem "Virtual Reality...



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