Grafikkarte: UEFI-Firmware lässt Radeon VII schneller booten

AMD hat eine UEFI-Firmware(öffnet im neuen Fenster) für die Radeon VII (Test) bereitgestellt. Diese eignet sich für alle Karten egal welchen Herstellers, da die Partner das gleiche Referenzdesign verkaufen. Bisher fehlte der Radeon VII eine UEFI-Firmware, auch unser Testmuster ist nur mit einem Legacy-BIOS versehen. Herausgefunden hat das Techpowerup(öffnet im neuen Fenster) , das eine große vBIOS-Datenbank unterhält und sich die Firmware per Hex-Editor näher angeschaut hat.
Steckt die Radeon VII mit der bisherigen Firmware im System, bootet dieses ein paar wenige Sekunden länger und es wird kein Secure Boot unterstützt. Wird die UEFI-Firmware aufgespielt, welche den Graphics Output Protocol (GOP) genannten Treiber umfasst, muss nicht mehr das Compatibility Support Module für das Legacy-BIOS bemüht werden. Eine Auswirkung auf die Leistung der Radeon VII hat die neue Firmware nicht, da sie keine Änderungen an den Taktraten oder dem Power- sowie Temperatur-Limit des Pixelbeschleunigers vornimmt.

Die meisten Anwender flashen ihre Grafikkarte nicht, im regulären Betrieb ohne Übertaktung oder Optimierung der Geschwindigkeit oder Effizienz ist das auch nicht notwendig. Eine Ausnahme in den vergangenen Monaten war das Update für Nvidias Geforce GTX mit Maxwell- und Pascal-Technik: Diese hatten Probleme mit einigen Displayport-1.3/1.4-Monitoren, was zu Fehlern beim Boot-Vorgang führen konnte. Das entsprechende Firmware-Update(öffnet im neuen Fenster) von Juni 2018 behob dieses Problem.
Wer heutzutage eine Grafikkarte mit einem anderen vBIOS versieht, schreibt zumeist geänderte Taktraten oder Power- sowie Temperatur-Limits hinein, damit das keine Software im Betriebssystem erledigen muss. Früher gab es zudem einige Modellreihen, bei denen durch Flashen abgeschaltete Pixel-Pipelines freigeschaltet werden konnten – die Geforce 6800 LE oder die Radeon 9800 SE beispielsweise.



