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Grafikkarte: Tests der Titan V zeigen teils überragende Leistung

Nvidias neue Titan V für 3.100 Euro ist eine extrem schnelle Grafikkarte - zumindest in den Workloads, für welche die Nvidia-Volta-Architektur ausgelegt wurde. Wer nur zocken möchte, wird sich über das vorgegebene 250-Watt-Limit ärgern.

Artikel veröffentlicht am ,
Titan V
Titan V (Bild: Hardwareluxx)

Nachdem Nvidia die Titan V veröffentlicht hat, gibt es erste Tests der Grafikkarte. Die Artikel von unter anderem Hardwareluxx (#1, #2) und PC Perspective (#1, #2) zeigen die Leistung des Pixelbeschleunigers in Consumer-Anwendungen wie Spielen sowie in Profi-Workloads wie Deep Learning. Dabei wird schnell klar, dass die Titan V sich zwar für beides sehr gut eignet, die von Nvidia vorgenommenen Restriktionen die Grafikkarte aber bremsen.

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Die Titan V basiert auf dem GV100-Chip mit Volta-Architektur und hat zwei wichtige Merkmale, die sie von typischen Endkundenmodellen der Geforce-Reihe und auch den meisten Workstation-Karten der Quadro-Serie unterscheiden: Die Titan V nutzt HBM2-Stapelspeicher, um eine sehr hohe Datentransferrate von 653 GByte die Sekunde zu erreichen und in der GPU stecken sogenannte Tensor-Cores. Die berechnen 4x4-Matrizen mit FP16-Input und FP32-Output per FMA, was für das Training und Inferencing von neuralen Netzen wichtig ist. Hinzu kommen extrem große Caches, die es ermöglichen, mehr Daten lokal vorzuhalten, wodurch die Geschwindigkeit steigt.

Mit 5.120 aktiven Shader-Einheiten hat die Titan V deutlich mehr als eine Geforce GTX 1080 Ti (3.584 Kerne) oder Titan XP (3.840 ALUs). Allerdings taktet sie auch niedriger, da Nvidia alle drei Karten im Referenz-Design auf eine thermische Verlustleistung von 250 Watt und eine Temperatur von etwa 85 Grad Celsius limitiert. Dass eine Titan V dennoch schneller als eine Titan XP und die flotter als eine Geforce GTX 1080 Ti ist, liegt an der Breite des Chips. Mehr Shader bei weniger Takt sind in der Regel effizienter und daher dennoch leistungsstärker.

Die Titan V ist stark bei Compute und Deep Learning

In Spielen kann sich die Titan V klar von einer Titan XP absetzen, der Vorsprung fällt mit 15 bis 20 Prozent recht deutlich aus. In höheren Auflösungen schrumpft die Differenz teilweise, da hier aufgrund der besseren ALU-Auslastung tendenziell das Power-Limit von 250 Watt eher ausgereizt wird. In anderen Fällen zieht die Titan V weiter davon, weil der Chip breiter ist. Verglichen mit einer Geforce GTX 1080 Ti in einer Custom-Variante mit höherer TDP hat die Titan V gelegentlich das Nachsehen.

Völlig andere Ergebnisse gibt es bei Anwendungen, die GPGPU-Compute mit doppelter Genauigkeit (FP64) oder gar die Tensor-Cores nutzen. Hier haben Consumer-Karten generell keine Chance und auch die Quadro-Modelle sind weit abgeschlagen, wenn etwa Bilderkennung mit Googles Tensorflow läuft. AMDs Radeon RX Vega 64 ist übrigens in nahezu allen Benchmarks weit abgeschlagen. Ausnahmen sind Anwendungen, die von FP16-Genauigkeit profitieren und beim Mining von Monero - bei Ethereum hingegen deklassiert die Titan V jede andere Karte.



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Seismoid 21. Dez 2017

Die Wünsch Ich Mir Zu Weihnachten Für Meinen Profi-Zocker-PC (oder am besten gleich...

Kleba 21. Dez 2017

Wird doch im Artikel zumindest kurz erwähnt "[...] und in der GPU stecken sogenannte...


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