Grafikkarte: Polaris-Generation soll VR für Gamer erschwinglicher machen

Auf der VRLA Winter Expo hat AMD über die neue Polaris-Generation und die Fury X2 gesprochen(öffnet im neuen Fenster) : Roy Taylor betonte, eines der Ziele der neuen Grafikkarten sei, die finanzielle Einstiegshürde für Virtual Reality zu senken. Der Corporate Vice President of Alliances for AMD erklärte, Polaris werde die Verbreitung von VR im zweiten Halbjahr 2016 deutlich steigern.

Derzeit nennt Oculus VR als System-Empfehlungen mindestens eine Geforce GTX 970 oder Radeon R9 290X, die beide derzeit offiziell laut Hersteller 350 US-Dollar kosten. Einer Studie von John Peddie Research besitzen nur 7,5 Millionen Nutzer eine solche oder schnellere Grafikkarte, was die Verbreitung von VR-Headsets von vornherein einschränkt. Mit Polaris soll sich das ändern: AMD werde dank 14LLP-Fertigung den Preispunkt unterbieten und deutlich mehr schnelle Karten ausliefern, die somit VR erschwinglicher machen.
Bis es so weit ist, plant der Hersteller noch ein Modell an der absoluten Leistungsspitze: Eine Karte mit zwei Fiji-Chips, wie sie bei der Fury X verwendet werden. Roy Taylor nennt eine theoretische Rechenleistung von 12 Teraflops, gemeint ist die für Spiele wichtige Single Precision (einfache Genauigkeit, FP32). Zum Vergleich: Die Fury X mit einer Fiji-GPU kommt auf 8,6 Teraflops und die Radeon R9 295X2 mit zwei Hawaii-Chips auf 11,5 Teraflops.




Zwar ist die theoretische Rechenleistung nur bedingt aussagekräftig, dennoch dürfte die Fury X2 – wenn sie denn so heißt – nicht sehr viel schneller sein als die 295X2, sondern vor allem effizienter. Roy Taylor machte keine Angabe, wann die Grafikkarte veröffentlicht werden soll. Unbestätigten Meldungen zufolge plant AMD sie für April 2016, wenn die Consumer Version des Oculus Rift erscheint.