Grafikkarte: Nvidia soll mehr Geforce RTX 3060 produzieren
Mehr Geforce RTX 3060 für die in China sehr beliebten Internetcafés: Laut IT Home(öffnet im neuen Fenster) (via Videocardz(öffnet im neuen Fenster) ) planen die Betreiber mit einer deutlichen Steigerung der Stückzahlen, die ab dem 10. Juli 2021 ausgeliefert werden sollen. Das spricht dafür, dass Nvidia und die Partner entweder Kontingente geblockt haben oder aber die Produktion generell ausgeweitet wurde.
Die Geforce RTX 3060 (Test) ist die bisher günstigste Desktop-Grafikkarte mit Nvidias Ampere-Architektur. Sie nutzt den GA106-Chip mit 3.584 Shader-Einheiten und einem 192 Bit breiten Interface, an das 12 GByte Videospeicher angeschlossen sind. Für einen Listenpreis von 330 Euro ist die Geforce RTX 3060 in etwa so flott wie eine Geforce RTX 2070 oder Geforce GTX 1080 Ti.
Nvidia hatte die Karte zwar mit einer Hash-Drossel für Ethereum-Mining ausgeliefert, dann aber versehentlich selbst einen Entwicklertreiber veröffentlicht, der genau diese Bremse ausgehebelt hat. Mittlerweile werden die Geforce RTX 3060 mit einem GA106-302 statt dem GA106-300 genannten Ampere-Grafikchip ausgeliefert, welcher die Sperre wieder aktiviert.
Die Liefersituation wird weniger schlecht
In den vergangenen Wochen ist die generelle Verfügbarkeit von Grafikkarten besser geworden, auch die realen Marktpreise sind gesunken. Neben optimierter Fertigung und einer verbesserten Lieferkette dürfte daran auch der Rückgang von Kryptomining, konkret Ethereum, beteiligt sein. China hat einen Bann ausgesprochen und ETH wird noch 2021 von Proof of Work auf Proof of Stake umgestellt; seit Mai 2021 ist der Kurs von über 4.000 US-Dollar auf aktuell 1.900 US-Dollar eingebrochen.

Die Preise für Grafikkarten könnten aber wieder stärker unter Druck geraten: Der fast durchweg verwendete GDDR6-Videospeicher ist knapp und teuer. Nvidias Geforce RTX 3070 Ti (Test) umgeht diese Problematik, indem GDDR6X- statt GDDR6-Speicher verwendet wird, allerdings auf Kosten der Leistungsaufnahme. Neben Grafikkarten setzen auch Microsofts Xbox Series X/S und Sony Playstation auf GDDR6, was die Situation verschärft.
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