Grafikkarte: Manche Radeon RX 400 lassen sich zu Radeon RX 500 flashen

Wer eine Radeon RX 400 besitzt, kann sie per Firmware-Update unter Umständen zu einer schnelleren Radeon RX 500 machen. Je nach Polaris-Chip oder Platine klappt das, obendrein sinkt im Leerlauf und bei Teillast die Leistungsaufnahme.

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Radeon RX 480
Radeon RX 480 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Einige findige Nutzer haben ihre Radeon RX 480 oder Radeon RX 470 mit der Firmware einer Radeon RX 580 oder einer Radeon RX 570 aktualisiert. Die Grafikkarten laufen bei einem erfolgreichen Flash-Vorgang mit höheren Spannungen und Taktraten und erreichen so mehr Geschwindigkeit bei gestiegener Leistungsaufnahme. Einem Sammel-Thread bei Guru3D zufolge lassen sich allerhand Herstellermodelle problemlos flashen.

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Allerdings berichten andere Besitzer einer Radeon RX 480, dass ein Firmware-Update zur Radeon RX 580 nicht erfolgreich war. In diesem Fall wird eine zweite Grafikkarte oder ein Prozessor mit iGPU benötigt, um per Ati-Flash das originale Bios wieder auf die Radeon RX 480 aufzuspielen. Durch das Firmware-Update werden neben Spannung und Takt teils auch das Power-Target und das Temperatur-Target erhöht sowie die Lüftersteuerung geändert.

Ein gewisses Risiko ist immer vorhanden

Folgerichtig müssen Chip, Platine und Kühlung für die gestiegenen Anforderungen ausgelegt sein. Andernfalls kann es im Betrieb zu Bildfehlern oder Abstürzen und theoretisch zu einem Defekt kommen. Eher schlecht stehen die Update-Chancen, wenn es kein direktes Nachfolgemodell gibt - das Bios eines anderen Herstellers zu verwenden, ist auch keine gute Idee. Selbst der Flash einer MSI RX 480 Gaming X 8G zu einer MSI RX 580 Gaming X 8G kann schiefgehen. Auf der sicheren Seite sind Besitzer von Karten mit Dual-Bios.

Rein von der Geschwindigkeit her lohnt sich ein Firmware-Update selten bis gar nicht. Allerdings erhalten auch Radeon RX 400 durch eine Aktualisierung eine niedrigere Leistungsaufnahme im Leerlauf und beim Betrachten von Videos. Diese Optimierungen hält AMD bisherigen Käufern vor, denn sie sind nur in den Bios-Versionen der Radeon RX 500 enthalten.

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Neben der Radeon RX 480 und der Radeon RX 470 soll sich auch die Radeon RX 460 zu einer schnelleren Radeon RX 560 flashen lassen. Da durch das Update neben dem Takt weitere Rechenkerne freigeschaltet werden, ist das Risiko höher, dass die Karte anschließend nicht mehr funktioniert.

Wer dennoch basteln möchte, findet Ati-Flash (zum Auslesen der Firmware) sowie GPU-Z und allerhand Bios-Dateien bei Techpowerup.

Das Flashen von Grafikkarten hat eine lange Tradition: Schon vor über einem Jahrzehnt ließen sich per Rivatuner bei einer Geforce 6800 LE so alle 16 Pipelines freischalten und der Chiptakt erhöhen. Abgesehen von 128 statt 256 MByte Videospeicher entsprach das dann einer Geforce 6800 Ultra.

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