Grafikkarte: Hersteller verkaufen erste günstige AMD Radeon RX 6400

Erste Hersteller bringen ihre Versionen der AMD Radeon RX 6400 heraus. Marken wie Asus, Sapphire(öffnet im neuen Fenster) , MSI(öffnet im neuen Fenster) , Powercolor(öffnet im neuen Fenster) , XFX, Gigabyte und Asrock(öffnet im neuen Fenster) bauen die kompakte Grafikkarte, die wie größere Exemplare der RX-6000-Serie auf der RDNA-2-Architektur basiert. Die Unternehmen orientieren sich an AMDs Referenzdesign mit beschnittenem Navi-24-XL-Chip – gefertigt bei TSMC im 6-nm-Verfahren. Die Karten richten sich für Kaufpreise ab etwa 185 Euro an den Einstiegsmarkt.
Das Referenzdesign definiert einen Grafikspeicher von 4 GByte GDDR6 bei einem 64 Bit breiten Speicherbus. Das sollte für 1080p-Gaming ausreichen. Auf dem Board sind zudem 768 Shader-Einheiten, 48 Textureinheiten und 16 MByte Infinity Cache verbaut. Der Kerntakt liegt bei 2.039 MHz (leicht angehoben von 1.923 MHz), im Boost bei 2.321 MHz. Laut AMD(öffnet im neuen Fenster) sind auf dem Navi-24-XL-Chip der Radeon RX 6400 5,4 Milliarden Transistoren verbaut.
Zwei Anschlüsse müssen reichen
Die Single-Slot-Grafikkarte ist bei den genannten Herstellern immer identisch ausgestattet. Am Slotblech sind zwei Displayanschlüsse nutzbar: HDMI 2.1 und Displayport 1.4. Sie wird in einen PCIe-4.0x4-Slot gesteckt, nutzt also die vollen 16 Leiterbahnen nicht aus. Da die Karte im Schnitt 53 Watt benötigt – AMD empfiehlt ein 350-Watt-Netzteil fürs gesamte System – reicht ein einzelner Lüfter aus, um das System kühl zu halten. Asus bietet(öffnet im neuen Fenster) alternativ aber auch ein Dual-Lüfter-Design an, was eventuell für Overclocking genutzt werden könnte.
Generell dürfte die Grafikkarte, die mit 17,2 cm relativ kurz ist, schneller sein als integrierte Radeon-Pendants. Den theoretischen Werten nach zu urteilen, könnte sie auf dem Niveau einer Geforce GTX 1650 (Test) arbeiten, die aktuell für 230 Euro zu haben ist. Die Radeon RX 6400 kostet zur Zeit ab 175 Euro bis 195 Euro.