Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Grafikkarte: Chip der Geforce GTX 1660 Ti ist überraschend groß

Nächste Woche soll die Geforce GTX 1660 Ti erscheinen, welche zwar Nvidias Turing -Architektur, aber keine RT- oder Tensor-Cores nutzen soll. Dafür scheint der Grafikchip aber ziemlich viel Platz zu belegen.
/ Marc Sauter
56 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Platine der Geforce GTX 1660 Ti mit TU116-Chip (Bild: Videocardz)
Platine der Geforce GTX 1660 Ti mit TU116-Chip Bild: Videocardz

Laut Videocardz(öffnet im neuen Fenster) erscheint die Geforce GTX 1660 Ti am 22. Februar 2019, der Preis wird mit 280 US-Dollar beziffert. Passend dazu legt die Hardware-Seite mehrere Fotos vor, welche die Platine der Grafikkarte und deren TU116-Chip zeigen. Der dürfte etwas unter 300 mm² messen, was bei angeblichen 1.536 Shader-Einheiten und 192-Bit-Speicherinterface im 12-nm-Verfahren ziemlich viel wäre.

Der TU116 basiert auf Nvidias Turing-Architektur, wie sie von Modellen wie der Geforce RTX 2060 (Test) bekannt ist. Neu im Vergleich mit der bisherigen Pascal-Technik sind unter anderem größere sowie schnellere Caches und dedizierte Int32-Einheiten parallel zu den FP32-Rechenwerken. Dem TU116 fehlen aber offenbar die RT- und die Tensor-Cores für Raytracing oder die DLSS-Kantenglättung, weshalb die Karte auch Geforce G TX 1660 Ti und nicht Geforce R TX 1660 Ti heißt.

Geforce RTX 2080 (Ti) – Test
Geforce RTX 2080 (Ti) – Test (05:25)

Mit knapp 300 mm² wäre der TU116 kaum kleiner als der GP104 einer Geforce GTX 1080, welcher 314 mm² misst und in einem sehr ähnlichen Fertigungsprozess hergestellt wird. Der GP104 hat aber gleich 2.560 Shader-Einheiten und ein 256 Bit breites Speicherinterface, weshalb der TU116 auch mit 1.536 flotteren Turing-Kernen und 192-Bit-Interface klar langsamer sein wird. Die Platine der Geforce GTX 1660 Ti verfügt allerdings über zwei leere Lötstellen für GDDR6-Speicher, weshalb der TU116 vielleicht nicht im Vollausbau antritt.

Denkbar wären mehr ALUs und 256 Bit, womit der Chip dann aber wieder näher am TU106 der Geforce RTX 2060/2070 läge. Der hat 2.304 Kerne und 256 Bit breites Speicherinterface, aber RT- und Tensor-Cores und ist mit 445 mm² auch gleich 50 Prozent größer als der TU116 der Geforce GTX 1660 Ti. Die Geforce RTX 2060 mit 1.920 Shadern und 192 Bit erreicht die Leistung einer Geforce GTX 1080.


Relevante Themen