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Grafikkarte: Auch Fury X rechnet mit der Mantle-Schnittstelle flotter

Berichten zufolge fehlen für AMDs Fury X die Optimierungen der Mantle-API, Spiele würden mit der D3D11 -Schnittstelle schneller laufen. Wir haben mit AMD gesprochen und nachgemessen.
/ Marc Sauter
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Radeon R9 Fury X mit AiO-Wasserkühlung. (Bild: AMD)
Radeon R9 Fury X mit AiO-Wasserkühlung. Bild: AMD

Obgleich die von AMD entwickelte Grafikschnittstelle Mantle in der Vulkan -API der Khronos Group aufgegangen ist, unterstützen aktuelle und kommende Spiele die Schnittstelle - bespielsweise Battlefield 4 und Ashes of Singularity. Die kürzlich getestete Radeon R9 Fury X basiert so wie die Radeon R9 285 auf AMDs neuester Grafikkarten-Architektur GCN 1.2, der es laut Anandtech-Chef Ryan Smith an Mantle-Optimierungen mangeln soll(öffnet im neuen Fenster) .

AMD sagte uns hingegen, einige - aber nicht alle - Verbesserungen für GCN 1.2 unter Mantle seien bereits in aktuelle Treiber eingeflossen. Eine kommende Treiber-Version für Windows 10 und Direct3D 12 werde zusätzliche Optimierungen für GCN 1.2 unter Mantle enthalten, auch in Treiber für Betriebssysteme mit D3D11-Unterstützung wie Windows 7 oder 8.1 sollen die sich zur Zeit in Entwicklung befindlichen Verbesserungen integriert werden. Danach ist aber Schluss mit Optimierungen.

Messungen wie die von Anandtech(öffnet im neuen Fenster) , Hard-OCP(öffnet im neuen Fenster) und Techreport(öffnet im neuen Fenster) , bei denen eine Fury X unter Mantle in Battlefield 4 in Ultra-HD oder 1440p mit 4x MSAA schlechtere Werte liefert als unter D3D11, können wir bestätigen. Die Werte von PCGH(öffnet im neuen Fenster) und Semi-Accurate(öffnet im neuen Fenster) decken sich zudem mit unseren Resultaten in anderen getesteten Spielen.

Im Detail steigt die Bildrate durch den Wechsel von der D3D11 auf die Mantle-Schnittstelle in Civilization Beyond Earth , in Dragon Age Inquisition und in Thief deutlich; wir messen ein Plus von bis zu 52 Prozent. Auch Battlefield 4 profitiert von der Mantle-API, allerdings nur in niedrigen und mittleren bis hohen Auflösungen ohne Multisampling-Kantenglättung.

Sobald wir auf Ultra-HD umschalten oder in 2.560 x 1.440 Pixeln noch 4x MSAA statt Supersampling zuschalten, läuft der Dice-Shooter unter Mantle langsamer als unter D3D11. Hintergrund ist eine fehlerhafte Belegung des Videospeichers bei Nutzung der Mantle-Schnittstelle bei allen Spielen mit Frostbite-Engine.

Dragon Age Inquisiton mit ähnlicher, wenngleich neuerer Technik lädt messbar weniger Texturdaten in den Speicher, hier können wir das Speicherproblem in Ultra-HD mit FXAA nicht provozieren. Erst mit 4x Multisampling-Kantenglättung läuft D3D11 schneller als Mantle, allerdings bei sehr niedrigen Bildraten.

In den nächsten Monaten werden zwar weitere Spiele mit Mantle-Unterstützung ausgeliefert, schon heute priorisiert AMD aber Direct3D 12 und Vulkan bei der Treiber-Entwicklung. Erste Spiele mit den neuen Low-Level-Grafikschnittstellen erscheinen noch vor dem Jahreswechsel, die finale Version von Windows 10 mit D3D12 ist ab Ende Juli 2015 erhältlich.


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