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Geforce GTX 480
Geforce GTX 480 (Bild: Marc Sauter/Golem.de)

Grafikkarte: AMDs Vega hat FL12_1 und Nvidias Fermi bekommen DX12-Treiber

Geforce GTX 480
Geforce GTX 480 (Bild: Marc Sauter/Golem.de)

Sieben Jahre nach ihrer Veröffentlichung erhalten Nvidias Fermi-Modelle eine DirectX-12-Unterstützung, wenngleich nur sehr eingeschränkt. Maxwell-Karten beherrschen mit neuen Treibern auch Resource Binding Tier 3 und AMD hat verraten, dass die Vega-Architektur das Feature Level 12_1 aufweist.

Bei AMD und Nvidia gibt es neue Informationen zur Unterstützung von Microsofts Grafikschnittstelle Direct3D 12. Während Nvidia mittels eines aktuellen Treibers bei mehreren Modellen zusätzliche Eigenschaften freischaltet, hat ein AMD-Mitarbeiter einen Ausblick auf die technischen Fähigkeiten der Vega-Grafikchips gegeben. Der Vega 10 steckt etwa in der Radeon Vega Founders Edition und in der kommenden Radeon RX Vega für Spieler.

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Der Geforce-Treiber 384.76 für Nvidia-Grafikkarten weist abseits von Fehlerbehebungen und Optimierungen zwei Neuerungen auf, die der Hersteller in den Release Notes (PDF) verschweigt: Einmal schaltet er bei Maxwell-(v2)-basierten Karten wie einer Geforce GTX 970 das sogenannte Resource Binding Tier 3 frei. Das ist eine optionale Funktion von Direct3D 12, die bisher als Tier 2 unterstützt wurde. Die höhere Stufe ermöglicht mehr Constant Buffer Views und Unordered Access Views für etwa aufwendigere Partikeleffekte.

DX12 für Fermi, FL12_1 für Vega

Als zweite Neuerung schaltet der Treiber die DirectX-12-Funktionalität auf Fermi-basierten Modellen frei, etwa der einst spöttisch als Thermi bezeichneten Geforce GTX 480. Die Grafikkarten wurden 2010 veröffentlicht, und im September 2014 kündigte Nvidia an, sie werden D3D12 unterstützen. Es folgte die Aussage, die Fermi-Pixelbeschleuniger würden später mit einem Treiber versorgt, was nun geschehen ist. Benchmarks wie der 3DMark Overhead Test laufen und der CPU-Score steigt auch. Da Fermi nur Feature Level 11_0 beherrscht, gibt es keine Hardware-Verbesserungen wie aufwendigere Schatten durch Conservative Rasterization unter Feature Level 12_1.

Die neue Radeon Vega Founders Edition hingegen unterstützt wie Nvidias aktuelle Pascal-Karten das Feature Level 12_1, wie von uns erwartet. Laut einem AMD-Mitarbeiter würde die Architektur die jeweils höchsten Tiers aufweisen, also unter anderem Conservative Rasterization Tier 3 und Rasterizer Ordered Views, was bisherige Radeon-GPUs nicht beherrschen. ROVs lassen sich beispielsweise für die Haar- oder Vegetationsdarstellung einsetzen. FL 12_1 bei Vega lässt sich per DirectX-Diagnoseprogramm unter Windows 10 auslesen, für die Tiers braucht es Software wie den DirectX Caps Viewer.

Bisher wird Feature Level 12_1 in wenigen Spielen proprietär genutzt.


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Gromran 02. Jul 2017

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