Grafikkarte: AMDs Radeon RX 580 nutzt einen 8-Pol-Stromanschluss
Fotos einer angeblichen Radeon RX 580 zeigen(öffnet im neuen Fenster), dass die Grafikkarte anders als die Radeon RX 480 mit einem 8-Pol- statt einem 6-Pol-Stromanschluss ausgestattet ist. Das ergibt Sinn, die Radeon RX 480 hatte anfangs die auf dem PEG-Steckplatz zulässigen 5,5 Ampere überschritten. Erst ein Treiber-Update verlagerte die Last auf die 12-Volt-Schiene. Mit 1.340/4.000 statt 1.266/4.000 MHz soll die Radeon RX 580 einen Hauch schneller takten, die gleiche Leistung liefern die meisten Partnerkarten aber schon seit vielen Monaten.

Im Falle der Radeon RX 570 belässt es AMD bei einem 6-Pol-Anschluss und erhöht ebenfalls die Frequenzen: Statt 1.206/3.300 wie bei der Radeon RX 470 sollen es 1.244/3.500 MHZ sein. Ansonsten ändert sich bei beiden Grafikkarten nichts, Chip- und Speicherkonfiguration sind identisch. Die zugrundeliegenden GPUs der Radeon-RX-Generation, Polaris 10 und Polaris 11, allerdings würde(öffnet im neuen Fenster) AMD nun im 14LPP- statt im 14LPE-Verfahren fertigen lassen.
FinFet – aber welche Implementierung?
Das widerspricht jedoch bisherigen Aussagen des Herstellers, auch alle andere Informationen wiesen auf 14LPP (Low Power Plus). Verglichen mit LPE (Low Power Early) soll LPP eine höhere Geschwindigkeit bei niedrigerer Leistungsaufnahme ermöglichen. In AMDs Dokumenten steht einzig das schwammige '14 FinFet' – nicht aber konkret LPE oder LPP, eine Anfrage von uns nach der verwendeten Fertigungstechnologie blieb unbeantwortet.
Bestätigt durch Treibereinträge ist die Radeon RX 560. Die soll den neuen Polaris-11-Chip nutzen, anders als die Radeon RX 460 aber mit vollen 1.024 statt 896 Shader-Einheiten antreten. Obendrein hat AMD einen Polaris-12-Chip entwickelt, der mit 640 Rechenkernen auf das Einsteiger- und Notebooksegment abzielt. Die Desktopkarte heißt Radeon RX 550, nutzt aber nur 512 ALUs.
Die neuen RX-Modelle werden für April 2017 erwartet.
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