Grafikentwickler: X.org-Community wegen CI in Geldsorgen

Die neue Gitlab-Instanz mit CI-Pipeline der Grafikentwickler der X.org-Community kommt gut an - offenbar zu gut. Die Kosten steigen so schnell, dass es neue Lösungen braucht oder eine Notabschaltung der CI ist unausweichlich.

Artikel veröffentlicht am ,
Die Community der freie Linux-Grafiktreiber hat finanzielle Sorgen mit ihrer Infrastruktur.
Die Community der freie Linux-Grafiktreiber hat finanzielle Sorgen mit ihrer Infrastruktur. (Bild: Liam Quinn,flickr.com/CC-BY-SA 2.0)

Mit wichtigen Funktionen der Gitlab-Instanz der Freedesktop-Community könnte es schneller wieder vorbei sein, als es der Community gefallen dürfte. Die Freedesktop-Community nutzt die Code-Hostingplattform Gitlab mit angeschlossener Continuous Integration (CI) erst seit dem vergangenen Jahr. Wie der Entwickler Daniel Vetter nun im Namen der X.org-Organisation schreibt, übersteigen die Kosten aber massiv das verfügbare Budget.

Stellenmarkt
  1. Software - Projektingenieur (m/w/d)
    Brückner Maschinenbau GmbH & Co. KG, Siegsdorf
  2. Cloud Engineer - Administrator (m/w/d)
    MULTIVAC Sepp Haggenmüller SE & Co. KG, Wolfertschwenden
Detailsuche

Sollte die Verwendung der Plattform weiter wachsen wie bisher, könnte dies laut Vetter im laufenden Jahr rund 75.000 US-Dollar an Kosten verursachen und im kommenden Jahr dann rund 90.000 US-Dollar. Mit der aktuellen Sponsor-Struktur könne der Dienst zu diesen Kosten aber nicht aufrechterhalten werden.

Der Großteil der Kosten wird demnach durch die CI-Pipeline und vor allem durch den Transfer damit verbundener Daten verursacht. Der Betrieb ohne CI würde nur rund 30.000 US-Dollar kosten, was mit aktuellen Sponsoren finanziert werden könne. Um nicht in eine finanzielle Schieflage zu geraten, werde deshalb die CI-Funktion schon im Mai oder Juni abgestellt, sofern sich keine andere Lösung oder weitere Sponsoren fänden.

Aus der Community wurden bereits Vorschläge geäußert, dass sich die Entwickler um die Aufnahme in spezielle Sponsorenprogramme für Open-Source-Software bemühen sollten, etwa von dem CDN-Betreiber Fastly oder auch bei Amazon. Alternativ dazu schlägt der Enlightenment-Entwickler Carsten Haitzler vor, bei diesen hohen Summen das Geld lieber in eigene Hardware zu investieren und die Software einfach selbst zu hosten, statt Cloud-Computing zu nutzen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Geschäftsethik bei Videospielen
Auf der Suche nach dem Wal

Das Geschäftsmodell von aktuellen Free-to-Play-Games nimmt das Risiko in Kauf, dass Menschen von Spielen abhängig werden. Eigentlich basiert es sogar darauf.
Von Evan Armstrong

Geschäftsethik bei Videospielen: Auf der Suche nach dem Wal
Artikel
  1. Streaming: Netflix ändert Analyse-Schema für Top 10
    Streaming
    Netflix ändert Analyse-Schema für Top 10

    Bislang wertete Netflix aus, wie viele Nutzer eine Serie oder einen Film gesehen haben - künftig sollen geschaute Stunden entscheidend sein.

  2. WSL 2 in Windows 11: Von der Hassliebe zur fast perfekten Windows-Linux-Symbiose
    WSL 2 in Windows 11
    Von der Hassliebe zur fast perfekten Windows-Linux-Symbiose

    Das Windows Subsystem für Linux bietet in Windows 11 theoretisch alles, was sich der Linux-Redakteur wünscht. Einige Fehler und Abstürze trüben jedoch den Eindruck.
    Ein Test von Sebastian Grüner

  3. Xbox Series X Mini Fridge: Kleiner Kühlschrank ausverkauft, neue Exemplare 2022
    Xbox Series X Mini Fridge
    Kleiner Kühlschrank ausverkauft, neue Exemplare 2022

    Am 19. Oktober wollte Microsoft ein Meme feierlich zum Leben erwecken und einen Mini-Kühlschrank im Xbox-Design verkaufen. Das lief nicht optimal.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Cyber Week Finale: Bis 33% auf Digitus-Monitorhalterungen & bis 36 Prozent auf EVGA-Netzteile • Samsung-Monitore (u. a. 24" FHD 144Hz 169€) • Bosch Professional zu Bestpreisen • Sandisk Ultra 3D 500GB 47,99€ • Google Pixel 6 vorbestellbar ab 649€ + Bose Headphones als Geschenk [Werbung]
    •  /