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GPUs und Beschleuniger: Intel verteilt die Aufgaben der AXG an andere Abteilungen

Beschleuniger für Server und Grafikkarten für Endkunden werden nicht mehr innerhalb einer Abteilung betreut, sondern auf verschiedene Bereiche aufgeteilt.

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Intels Ponte Vecchio wird zukünftig von der DCAI-Group entwickelt und nicht mehr gemeinsam mit anderen Produkten in der AXG. (Bild: Intel)

Intel hat gegenüber Tomshardware bekannt gegeben, dass die Abteilung für Beschleuniger und Grafikkarten (AXG) aufgelöst wird. Die Aufgaben im Bereich Beschleunigerkarten für Anwendungen in Rechenzentren und Cloudumgebungen werden zukünftig von der Datacenter and AI-Group (DCAI) übernommen, während Desktop-Grafikkarten wie die Intel-Arc-GPUs nun zur Client-Computing-Group (CCG) gehören.

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Mit der Aufteilung ändert sich auch die Rolle von Raja Koduri: Da die AXG nicht mehr existiert, wird er in seine ursprüngliche Position als Chefentwickler zurückkehren und sich unter anderem um GPUs, aber auch deren Integration mit CPUs sowie um AI-Beschleuniger kümmern. Aktuell muss Koduri ohnehin eine kurze Auszeit nach einer Rückenoperation nehmen, von der er sich mindestens einige Wochen erholen muss.

Die Roadmap für Intels Grafikkarten soll von der Umstrukturierung unberührt bleiben, womit für 2023/24 weiterhin die nächste Generation der Arc-GPUs geplant ist. Lisa Pearce, aktuell verantwortlich für die Leitung der Software- und Treiber-Abteilung, wird die für die Desktop-GPUs verantwortliche ehemalige AXG-Abteilung innerhalb der CCG leiten. Chef der CCG selbst bleibt Michelle Johnston Holthaus.

Die GPU-Entwicklung läuft wie geplant weiter

Das Team für Beschleunigerkarten wie Ponte Vecchio und Rialto Bridge - beides Beschleuniger für den Einsatz in Rechenzentren sowie Supercomputern - wird vorübergehend unter der Leitung von Vizepräsident und General Manager der Supercomputing-Abteilung Jeff McVeigh in die Abteilung für Rechenzentren und KI-Beschleuniger (Data Center and AI Group) integriert. Ein dauerhafter Chef für das Team steht noch nicht fest.

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Intel dementiert außerdem Gerüchte, dass die neue Aufgabenteilung ein Schritt sei, um die dedizierten Grafikkarten für Endkunden einzustellen. Man sei weiterhin mit vollem Einsatz bei der Entwicklung der kommenden Arc-Battlemage-GPU, hieß es von Intel. CEO Pat Gelsinger selbst hatte kürzlich die Entwicklung eigener Grafikkarten als etwas bezeichnet, was Intel schon seit langer Zeit geplant habe und nun nach seiner Rückkehr zu Intel auch umsetzen werde.