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GPU-Z: Software erkennt Fake-Grafikkarten

Die neue Version von GPU-Z informiert Nutzer darüber, ob die verbaute Grafikkarte ein gefälschtes Modell ist. Das ist wichtig, denn Fakes mit uralter GPU werden als aktuelle Mittelklasse-Pixelbeschleuniger angeboten. Zudem kann nun die Firmware von Turing -Karten ausgelesen werden.
/ Marc Sauter
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Die gefälschten Karten nutzen den Chip einer Geforce GTX 550 Ti. (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
Die gefälschten Karten nutzen den Chip einer Geforce GTX 550 Ti. Bild: Marc Sauter/Golem.de

Techpowerup hat GPU-Z in der Version v2.12.0(öffnet im neuen Fenster) veröffentlicht und dem nützlichen Grafikkarten-Tool sinnvolle Neuerungen spendiert. Die aufälligste neue Funktion ist das Erkennen von Fake-Modellen, wie sie von chinesischen Händlern bei Amazon, Ebay oder Wish angeboten werden. GPU-Z gleicht den Grafikchip mit der Bezeichnung ab, was ausreicht, um eine Fälschung auffliegen zu lassen. Bei neueren GPUs hat Nvidia eine Sicherung eingebaut.

Hintergrund ist, wie die c't berichtet, eine Schwemme von Fake-Karten(öffnet im neuen Fenster) : Die als Geforce GTX 1060 angebotenen Modelle kosten grob zwischen 50 und 80 Euro, alleine hier müsste bei Neupreisen ab rund 220 Euro eigentlich schon klar sein, dass da etwas nicht stimmt. Beim Auspacken macht der VGA-Port stutzig und beim Versuch der Inbetriebnahme die regulär nicht funktionierenden Geforce-Treiber. Per manueller Installation über den Geräte-Manager klappt es aber, denn die verbaute GPU ist eine uralte GF106/GF116 und die Platine die einer Geforce GTS 450 von Herbst 2010 - die kostete damals neu 130 Euro.

Auf die Fermi-Generation folgte Kepler, bei solchen GPUs ist es nicht mehr möglich, die vom Hersteller einprogrammierte Bezeichnung der Grafikkarte nachträglich per Firmware-Flash zu verändern. Apropos: Das neue GPU-Z unterstützt nun das Auslesen des Grafikkarten-BIOS bei den aktuellen Turing-Modellen wie der Geforce RTX 2080 Ti (Test) , was für Änderungen wie dem Power-Limit interessant ist. Zudem klappt nun Monitoring von Lüftern besser und die Datentransfer-Rate des GDDR6-Videospeichers wird korrekt dargestellt. Bisher wurde ein Viertel angegeben, da der Takt anders ist.

Nvidia Geforce RTX 2080 und 2080 Ti - Test
Nvidia Geforce RTX 2080 und 2080 Ti - Test (05:25)

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