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GPU und Rechenzentren: Nvidia zeigt beschleunigte Roadmap

Um den enormen Bedarf an Rechenleistung zu decken, kommen neue Modelle schneller auf den Markt. Bis 2025 gibt es eine neue GPU -Architektur im Jahrestakt.
/ Martin Böckmann
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Nvidia will zu einem jährlichen Rhythmus für GPU-Releases zurückkehren, zumindest im HPC-Bereich. (Bild: Nvidia)
Nvidia will zu einem jährlichen Rhythmus für GPU-Releases zurückkehren, zumindest im HPC-Bereich. Bild: Nvidia

Nvidia hat kürzlich eine überraschend weitreichende Roadmap gezeigt(öffnet im neuen Fenster) . Um im KI-Bereich auf dem aktuellen Stand zu bleiben, werden die Release-Zyklen so kurz wie möglich gehalten. Im Jahr 2024 gibt es neben neuen Modellen mit Hopper-Architektur auch Blackwell-GPUs. Im Netzwerk-Bereich ist der Weg bis zu 1,6 TBit/s vorgezeichnet.

Nvidia trennt dabei erstmals klar zwischen GPUs, die mit X86-Prozessoren zusammenarbeiten und entweder für Enterprise und Inferenz geeignet sind, und Beschleunigern, die dank NV-Link auch genug Leistung für das Training bieten. Dazu kommen GPUs, die ausschließlich auf Modulen mit Arm-CPUs kombiniert laufen. Diese Kategorie bietet Nvidia nur für Großkunden mit Cloud-Rechenzentren oder für Supercomputer an.

Im Jahr 2024 kommen die GH200 (Grace Hopper) und später die GB200 (Grace Blackwell), 2025 folgt darauf die GX200. Das X steht dabei vermutlich als Platzhalter, einen Namen für die Architektur hat Nvidia noch nicht bekanntgegeben. Alle GPUs gibt es außerdem für das Training von KI-Modellen auch in einer Version, die NV-Link unterstützt, wobei diese in den Spezifikationen auch von den Nicht-NVL-Modellen abweichen können.

Zwei GPUs in einem Jahr

Für Server mit X86-Prozessoren löst die H200 im nächsten Jahr die H100 ab, aller Voraussicht nach ist dies ein Refresh mit mehr Speicher. Im Verlauf des Jahres 2024 folgt dann die B100 (Blackwell). Im Jahr 2025 soll auch dieser Bereich mit der X100 die nächste Architektur erhalten. Der Enterprise-Markt erhält 2024 die B40 als Ablösung für die kürzlich vorgestellte L40S , 2025 soll auch hier eine X40 als Nachfolger erscheinen.

Gerade wenn mehrere Systeme im Verbund arbeiten, müssen bei der angekündigten Rechenleistung enorme Datenmengen bewegt werden. Die Roadmap für Nvidias Infiniband und Ethernet-NICs ist entsprechend ambitioniert. Über 400 GBit/s und 800 GBit/s im Jahr 2024 sollen bereits 2025 Produkte mit einer Durchsatzrate von 1,6 TBit/s angeboten werden.

Es bleibt abzuwarten, ob damit lediglich verfügbare Chips oder bereits fertige Switches gemeint sind. Broadcom-Partner haben bereits dieses Jahr fertige 800-GBit/s-Switches(öffnet im neuen Fenster) gezeigt.


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