GPU-Beschleunigung: Microsoft Directstorage Version 1.1 wird erheblich schneller

Mit der neuen Version von Microsoft Directstorage werden die Daten von der NVMe-SSD geladen und direkt von der Grafikkarte entpackt. Bisher konnten das nur Konsolen.

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Durch die GPU-Beschleunigung sollen NVMe-SSDs ihre volle Leistung bringen können.
Durch die GPU-Beschleunigung sollen NVMe-SSDs ihre volle Leistung bringen können. (Bild: Samsung)

Microsoft hat für dieses Jahr die Version 1.1 von Directstorage angekündigt. Damit sollen Daten mit dem Kompressionsformat GDeflate mehr als doppelt so schnell durch die GPU entpackt werden können. Obwohl das Format von Nvidia entwickelt wurde, soll es auf Grafikkarten aller Hersteller funktionieren, welche DirectX 12 mit Shader-Model-6 unterstützen. Zudem wird auch Windows 10 weiterhin unterstützt.

Auf der PS5 sowie der Xbox Series X wird bereits die GPU zum beschleunigten Laden von Spieldaten genutzt. Die Konsole von Microsoft verwendet dabei Microsoft Directstorage, welches auch unter Windows existiert. Durch die Technik kann die GPU direkt Daten von einer NVMe-SSD laden, statt den Umweg über den Prozessor gehen zu müssen.

Im Test zeigt Microsoft, wie sich 5,65 GByte an Spieldaten in den Speicher der Grafikkarte laden lassen. Eine CPU benötigt dafür 2,36 Sekunden, während die GPU mit Directstorage Version 1.1 und GDeflate-Algorithmus in 800 Millisekunden fertig ist. Das soll schnelles Nachladen von Daten im Spiel selbst ermöglichen, um zum Beispiel das plötzliche Auftauchen von Texturen zu verhindern, weil diese zu langsam geladen wurden. Auch fließende Übergänge von Leveln sind damit einfacher zu realisieren.

Spieleentwickler müssen bei der Verbreitung mitwirken

Durch das neue Kompressionsformat müssen die Spieleentwickler die Version 1.1 allerdings gezielt implementieren. Microsoft arbeitet bereits mit allen drei Grafikkartenherstellern zusammen, um entsprechenden Treibersupport sicherzustellen. Da somit die meisten aktuellen Gaming-Systeme die passende Hardware bereits verbaut haben, dürfte sich die Nutzung für Spiele mit großen Datenmengen lohnen.

Durch das Entpacken direkt auf der Grafikkarte erhält der PC nun auch das Feature, welches aufgrund des großen Geschwindigkeitsvorteils am stärksten nachgefragt wird. Bei der Marktdurchdringung dürfte auch die hohe Kompatibilität mit sowohl dem älteren Windows 10 als auch den meisten Grafikkarten und SSDs helfen. Eine besonders schnelle NVMe-SSD bringt zwar die höchste Geschwindigkeit, nutzbar ist Directstorage aber auch mit langsameren Modellen.

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rubberduck09 18. Okt 2022

Ah! Jetzt wird ein Schuh aus dem Satz. Dann ist es doch auch Sinnvoll dass die Game...

Michael H. 18. Okt 2022

... sollten dann Engines wie UE5 mit einer Gen4 (5-7000MB/s read/write), besser Gen5...

Caffenicotiak 17. Okt 2022

Danke! Da bin ich ja mal gespannt. Habe bisher nicht vor, vor Abkündigung (oder einigen...

keböb 17. Okt 2022

Wie Golem schon schreibt: Es geht um das entpacken https://arstechnica.com/gaming/2022/10...



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