Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

GPS: Vibrierende Lenkräder für die Navigation

Der Blick auf das Navigationsgerät lenkt manche Fahrer zu sehr ab, so dass es zahlreiche Lösungen als Alternativen zum Display gibt, die dem Fahrer die Richtung anzeigen sollen. Eine besonders vielversprechende soll durch kleine Vibrationen im Lenkrad Abbiegehinweise geben.
/ Andreas Donath
12 Kommentare Auf Google folgen (öffnet im neuen Fenster)
Der Lenkradkranz soll als Navi-Unterstützung dienen. (Bild: cjc4454/CC BY-SA 2.0)
Der Lenkradkranz soll als Navi-Unterstützung dienen. Bild: cjc4454/CC BY-SA 2.0

Forscher von AT&T Labs(öffnet im neuen Fenster) und der Carnegie-Mellon-Universität(öffnet im neuen Fenster) in den USA haben Lenkräder entwickelt, die dem Autofahrer über kleine Vibrationen die Richtung angeben, in die er dem Navigationssystem zufolge lenken soll. Auf Kartenanzeigen kann verzichtet werden, wobei auch eine Versuchsreihe mit einer Sprachunterstützung getestet wurde.

Das Prototyplenkrad ist mit 20 Vibrationsgebern ausgestattet, die von der Steuerung individuell angeregt werden können. Bei einem Rechtsabbiegehinweis fühlt der Fahrer am Lenkradkranz eine rundumlaufende Vibration in Uhrzeigerrichtung. Die große Zahl von Vibrationsgebern erlaubt eine recht freie Positionierung der Hände.

Eine Ablenkung durch ein Display oder eine synthetische Stimme soll durch das Vibrationslenkrad allerdings nicht überflüssig werden. Ein Fahrspurwechsel oder ein ähnlich komplexes Manöver wie zum Beispiel eine Kreiselfahrt wird kaum durch Vibrationen vermittelt werden können. Zudem ist es zwingend erforderlich, dass der Fahrer beide Hände am Lenkrad hält, damit die Informationen auch wiedergegeben werden können. Diese Form der Signalgebung wäre auch bei Fahrzeugen im toten Winkel oder bei der Unterschreitung eines Mindestabstands sinnvoll, schreibt die Website Technology Review(öffnet im neuen Fenster).

Die Forscher von Carnegie Mellon haben in einem Versuch bestätigt, dass vor allem jüngere Fahrer von der Technik profitieren und die Straße genauer beobachten. Ältere Fahrer hingegen nutzen das neue System hingegen kaum, sich besser konzentrieren zu können. Lediglich die Kombination aus haptischem Feedback und Tonausgabe erhöhte die Aufmerksamkeit leicht.


Relevante Themen