GPS Share: Gnome-Anwendung teilt GPS-Daten im LAN

Mit GPS Share 0.1.0 hat Gnome-Entwickler Zeeshan Ali eine in Rust verfasste Software veröffentlicht, die es ermöglichen soll, die GPS-Ortsbestimmung im lokalen Netzwerk zu teilen.

Artikel veröffentlicht am , Kristian Kißling/Linux Magazin
GPS im Außeneinsatz - dank GPS Share künftig vielleicht auch im Inneneinsatz
GPS im Außeneinsatz - dank GPS Share künftig vielleicht auch im Inneneinsatz (Bild: F1jmm, Wikimedia Commons/CC-BY-SA 4.0)

Der Gnome-Entwickler Zeeshan Ali hat die Verfügbarkeit der Version 0.1 seiner Software GPS Share angekündigt. Laut Ali soll die Software nicht nur den per Satelliten bestimmten Standort an alle Rechner im lokalen Netzwerk weitergeben, sondern auch explizit Unterstützung für GPS-Geräte liefern, die nicht Teil eines Modems sind. Dafür arbeitet GPS Share mit Geoclue zusammen, das auch Teil des Gnome-Projekts ist und an dem der Entwickler ebenfalls arbeitet.

GPS Share soll zugleich als Ersatz für zwei Programme mit ähnlicher Funktionalität dienen: GPSD und Gypsy. Das erste zu nutzen, komme schon aus Designgründen nicht infrage, das zweite werde nicht mehr gepflegt. Deshalb und weil Entwickler Ali gern in Rust programmiert, gibt es nun GPS Share.

Aktuell unterstützt die Software lediglich GPS-Geräte, die ihre Daten über einen seriellen Port anbieten (RS232). Für viele USB-Geräte gilt dies standardmäßig. Bluetooth-Geräte müssen Nutzer dafür allerdings noch manuell über rfcomm einrichten. Ali beschreibt dies beispielhaft für ein Tomtom Wireless GPS MkII, das er mit der Linux-Distribution Fedora 25 getestet hat.

Ist das GPS-Gerät über den seriellen Port eingehängt, entdeckt die Software es automatisch. Sie vermutet standardmäßig eine Baudrate von 38400. Diese lässt sich aber auch über einen Kommandozeilenparameter ändern. Auch den Pfad zum Gerät können Nutzer bei Bedarf manuell übergeben.

GPS Share hängt von verschiedenen Rust-Bibliotheken ab, die der Paketmanager Cargo automatisch nachholt. Hinzu kommen als Abhängigkeiten die Bibliotheken Libdbus, Libudev, Libcap sowie die Xz-libs. Wer die Software testen möchte, findet sie auf Github unter der GPLv2.

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