Abo
  • Services:
Anzeige
Die Klage von Hellwig gegen VMware wird vor dem Landgericht Hamburg verhandelt.
Die Klage von Hellwig gegen VMware wird vor dem Landgericht Hamburg verhandelt. (Bild: Flickr.com, Markus Daams/CC-BY 2.0)

Willkürliche Trennung oder stabile Schnittstellen?

Doch dann wird vom Gericht das Beispiel eines Druckertreibers erwähnt, der zunächst in der laufenden VM verortet wird. Demnach wäre das von Hellwig beanspruchte Urheberrecht auf die VM beschränkt, die mit Linux läuft, sowie deren Kommunikation nach unten. Hellwig schüttelt bei diesen Ausführungen nur kurz mit dem Kopf und selbst die Vertreter von VMware erläutern den Richtern anschließend, dass in diesem Verfahren die Ebene zur Ermöglichung der Virtualisierung der tatsächliche Streitpunkt ist und eben nicht die Software in einer VM. Die Auseinandersetzung betrifft also Esxi selbst. Die Ausführungen beider Seiten hierzu scheinen die Richter letztlich verstanden zu haben.

Anzeige

Zu Esxi gehören der sogenannte VM-Kernel und VMK-Linux, die über die VMK-API kommunizieren sowie wiederum darunterliegende Gerätetreiber, welche die eigentliche Hardware ansprechen. VMware bestreitet nicht, dass VMK-Linux eine Ableitung des Linux-Kernels mit Code von Hellwig ist. Es wird deshalb von dem Unternehmen auch unter der GPL veröffentlicht.

Ist der VM-Kernel eigenständig?

Der proprietäre VM-Kernel ist jedoch aus Sicht von VMware ein eigenständiges Programm, das über ein stabiles API mit den freien Teilen kommuniziert und muss damit nicht unter die GPL gestellt werden. Für Hellwig bilden jedoch VM-Kernel, VMK-Linux und die VMK-API eine Einheit, wie dem Gericht letztlich mehrfach bestätigt werden muss. Die Vorgehensweise von VMware wäre demnach aber eine willkürliche Trennung einer Einheit. VM-Kernel müsste zudem als abgeleitetes Werk gelten und damit ebenfalls unter der GPL bereitstehen. Diese Argumentation beider Seiten ist seit Monaten bekannt.

VMware argumentiert außerdem aber noch mit einigen Spitzfindigkeiten, etwa dass der Beitrag Hellwigs zum Linux-Kernel nicht ausreichend groß sei, um überhaupt klagen zu dürfen. Ebenso wird mit einer eher obskuren Strategie die Herkunft von Hardwaretreibern betrachtet. An der grundsätzlichen Klärung, ob und was ein abgeleitetes Werk im Sinne der GPL ist, hat VMware ausdrücklich kein Interesse. Die Richter erkennen diese Position und bestätigen ebenso aber auch, dass Hellwig genau dies geklärt wissen möchte. Besprochen worden ist dies aber noch nicht, dafür aber andere Dinge, die eigentlich auch nur Computerspezialisten verstehen.

 GPL-Klage gegen VMWare: Wenn Richter zu IT-Profis werden müssenIst die Klage begründet? 

eye home zur Startseite
Moe479 01. Mär 2016

zu einem geringen anteil verletzt zu werden, bedeutet doch auch verletzt zu...

schily 29. Feb 2016

Dabei ist es unerheblich, ob die beiden Teile eine logische Einheit bilden. Wichtig ist...

schily 29. Feb 2016

Ich möchte auch mal meine Zustimmung äußern: Der Artikel wäre bei Heise niemals so...

Anonymer Nutzer 27. Feb 2016

Ein Beweisbeschluss ergeht ja nur, wenn überhaupt ein Parteivortrag bestritten wird...

Moe479 26. Feb 2016

Wenn ein Programm etwas macht, was der eigenen Meinung entspricht, z.B. dem FBI keinen...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. THOMAS SABO GmbH & Co. KG, Lauf / Pegnitz
  2. R&S Cybersecurity ipoque GmbH, Leipzig
  3. PHOENIX CONTACT GmbH & Co. KG, Blomberg
  4. Mobile Trend GmbH, Hamburg


Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Bang & Olufsen BeoPlay H6 2nd Generation für 175€ statt 237€ im Preisvergleich und LG...
  2. für 199,90€ statt 269€ im Vergleich
  3. 133€ (Vergleichspreis je nach Farbe ab ca. 180€)

Folgen Sie uns
       


  1. Mobilfunk

    Leistungsfähigkeit der 5G-Luftschnittstelle wird überschätzt

  2. Drogenhandel

    Weltweit größter Darknet-Marktplatz Alphabay ausgehoben

  3. Xcom-2-Erweiterung angespielt

    Untote und unbegrenzte Schussfreigabe

  4. Niantic

    Das erste legendäre Monster schlüpft demnächst in Pokémon Go

  5. Bundestrojaner

    BKA will bald Messengerdienste hacken können

  6. IETF

    DNS wird sicher, aber erst später

  7. Dokumentation zum Tor-Netzwerk

    Unaufgeregte Töne inmitten des Geschreis

  8. Patentklage

    Qualcomm will iPhone-Importstopp in Deutschland

  9. Telekom

    Wie viele Bundesfördermittel gehen ins Vectoring?

  10. IETF

    Wie TLS abgehört werden könnte



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Kryptowährungen: Bitcoin steht vor grundlegenden Änderungen
Kryptowährungen
Bitcoin steht vor grundlegenden Änderungen
  1. Link11 DDoS-Angriffe nehmen wegen IoT-Botnetzen weiter zu
  2. Ethereum-Boom vorbei Viele gebrauchte AMD-Grafikkarten im Angebot
  3. Kryptowährung Bitcoin notiert auf neuem Rekordhoch

Indiegames Rundschau: Meisterdiebe, Anti- und Arcadehelden
Indiegames Rundschau
Meisterdiebe, Anti- und Arcadehelden
  1. Jump So was wie Netflix für Indiegames
  2. Indiegames-Rundschau Weltraumabenteuer und Strandurlaub
  3. Indiegames-Rundschau Familienflüche, Albträume und Nostalgie

IETF Webpackage: Wie das Offline-Internet auf SD-Karte kommen könnte
IETF Webpackage
Wie das Offline-Internet auf SD-Karte kommen könnte
  1. IETF 5G braucht das Internet - auch ohne Internet
  2. IETF DNS über HTTPS ist besser als DNS

  1. warte auf complete edition

    Fantasy Hero | 22:38

  2. Re: Gibt nur 4 sinnvolle Zahlungsarten...

    mbirth | 22:35

  3. Re: Wurde überhaupt schon jemand damit infiziert?

    FreiGeistler | 22:27

  4. Re: Stark angelehnt am LEDmePlay

    derdiedas | 22:19

  5. Re: warum ist sofortueberweisung überhaupt am Markt?

    My1 | 22:18


  1. 19:00

  2. 18:52

  3. 18:38

  4. 18:30

  5. 17:31

  6. 17:19

  7. 16:34

  8. 15:44


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel