Ein guter Bildschirm und eine manuelle Lüftersteuerung

Das Touch-Display löst bei 5,5 Zoll 1.280 x 720 Pixel auf und ist hell und blickwinkelstabil. Der Hersteller gibt an, kratzfestes Gorilla-Glas verwendet zu haben. Wir konnten mitunter Abdrücke von Steuerungselementen und Tastatur auf dem Bildschirm sehen, wenn wir ihn aufklappten. Es gibt nur eine Position, in der der Bildschirm einrastet: bei 120 Grad. Ein Beschleunigungssensor dreht bei Bedarf den Desktop oder führt Steuerungsbefehle in Spielen aus.

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Eine konstruktionsbedingte Besonderheit befindet sich auf der Unterseite des GPD Win. Dort ist ein Schalter für den Lüfter untergebracht, der in drei Stufen regelbar ist. Eine Lüfterautomatik gibt es nicht. Leider geht der Lüfter auch immer dann aus, wenn das Display abgeschaltet wird. Das ist wichtig zu wissen, wenn man per HDMI arbeitet oder spielt. Dann muss das Display nämlich entweder gespiegelt oder erweitert werden, sonst kann es zu Leistungseinbußen kommen. Die Lüftung ist hörbar, aber nicht unangenehm laut. Der verbaute Monolautprecher klingt blechern und sollte nur in Ausnahmefällen zum Einsatz kommen.

PC-Gaming für unterwegs

Einen 30-minütigen Prime-Stresstest bei voller CPU-Auslastung überstand der GPD Win problemlos und ohne herunterzutakten. Dabei erwärmte sich die Oberseite auf bis zu 45 Grad. Die verbaute Intel-HD-Graphics-405-GPU überraschte uns mit ihrer Leistung. Wir hatten erwartet, dass Spiele aus der Zeit um 2005 problemlos laufen würden, sie aber zu schwach für aktuellere Titel wäre. Nachdem wir aber The Elder Scrolls Oblivion und Bioshock mit Bildraten von bis zu 40 fps auf hohen Einstellungen getestet hatten, installierten wir kurzerhand Crysis und einen dazugehörigen Benchmark. Die Framerate lag zwischen 12 und 42 fps und nach einigen Anpassungen in der Grafikkonfiguration war der Grafikkracher durchaus spielbar.

  • Auf dem GPD Win laufen ältere PC-Spiele wie Portal problemlos. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Tastatur ist nicht alltagstauglich. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Beim Controller stehen Directinput, Maus und Xinput zur Auswahl. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Aktionstasten liegen parallel zum Analogstick. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Bildschirm des GPD Win rastet nur bei 120 Grad ein. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Ungleiche Brüder: links der GPD XD, rechts der GPD Win (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Atari Portolio (1989), GPD Win (2016) und Pandora (2010) (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Im Bios lässt sich das Gerät auch übertakten. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Lüfter muss mit einem Schalter auf der Unterseite aktiviert werden. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Hier verbirgt sich kein Lautsprecher, sondern die Frischluftzufuhr. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auch bei längerer Belastung taktet das Gerät nicht herunter. (Grafik: Marc Sauter/Golem.de)
Auch bei längerer Belastung taktet das Gerät nicht herunter. (Grafik: Marc Sauter/Golem.de)

Selbst mit Skyrim konnten wir die kleine Konsole nicht matt setzen. Natürlich sind beide Spiele nur mit den niedrigsten Einstellungen wirklich lauffähig, aber das machte uns nichts aus, da der kleine Bildschirm die Spielwelten auch ohne hohe Detailstufe ansehnlich darstellt. Aber will man seine Steam-Bibliothek auf dem Mäusekino auch wirklich durchzocken? Das kommt auf das Spiel an. Wir haben mit großem Vergnügen Portals Glados innerhalb einer Woche auf dem Heimweg in der S-Bahn geschlagen. Bei Crysis hingegen war uns die Steuerung schnell zu fummelig.

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franzel 12. Jul 2017

Die Preise sind ja etwas nach unten gegangen und es gibt ja auch die neuere Variante Rev...

michael.knighter 19. Jan 2017

Ok. Das wusste ich nicht. Macht natürlich Sinn.... Broforce auf dem GPD. Das wäre echt...

Serenity 19. Jan 2017

Du weißt, dass das nur ein paar nutzlose Schemas sind, mitder man (fast) nichts anfangen...

Spiritogre 11. Jan 2017

Haha, absolute Realitätsverweigerung mal wieder. Jeder Test, auch hier bei Golem, zeigt...



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