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GP201: Chinesische GPU konkurriert mit zehn Jahre alter Hardware

Die GP201 ist eine aus chinesischer Entwicklung stammende Grafikkarte . Die soll allerdings nicht auf dem globalen Markt vorn mitspielen.
/ Oliver Nickel
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Die GP201 muss sich nicht mit Nvidia-Grafikkarten messen. (Bild: Lingjiu)
Die GP201 muss sich nicht mit Nvidia-Grafikkarten messen. Bild: Lingjiu

Seitdem viele Technikprodukte aus den USA in China schwer zu bekommen sind, versuchen sich immer mehr Unternehmen in dem Land an eigenen Komponenten.

Eines davon ist das noch sehr junge Lingjiu Micro, das eine dedizierte Grafikkarte vorgestellt hat. Die GP201 soll allerdings nicht mit aktuellen GPUs von AMD oder Nvidia konkurrieren.

Stattdessen vergleicht Lingjiu (öffnet im neuen Fenster) sein Produkt mit der AMD E8860 für Embedded-Systeme. Dabei handelt es sich um eine mehr als zehn Jahre alte Grafikkarte, die noch auf der mittlerweile überholten GCN-1.0-Architektur basiert – kein Vergleich zum heute aktuellen RDNA 3 oder Nvidias Ada Lovelace.

Grafikkarte für den Einstieg

Die GP201 basiert auf einer eigens entwickelten Architektur und arbeitet mit einer Floating-Point-Leistung von 1,2 TFlops. Zum Vergleich: Eine Playstation 5 erreicht etwa 10 TFlops, die Geforce RTX 4090 ungefähr 83 TFlops. Offenbar ist es auch nicht die Intention von Lingjiu, mit High-End-Hardware zu konkurrieren.

Die GP201 unterstützt stattdessen grundlegende Features wie 4K-60-Hz-Ausgabe und H.264/H265-Encoding. Die Grafikkarte benötigt zudem maximal 30 Watt und ist damit vergleichsweise sparsam. Sie kann wohl auch auf ein Minimum von 10 Watt eingestellt werden.

Die Kerntaktfrequenz beträgt maximal 1.200 MHz. Die Karte verwendet DDR-4-, LP-DDR4- oder LPDDR4x-Speicher mit einer maximalen Kapazität von 32 GByte.

Insgesamt will Lingjiu Micro fünf verschiedene Versionen der GP201-Grafikkarte auf den Markt bringen. Bis sich diese mit Hardware von Größen wie Nvidia, AMD oder Intel messen können, wird es aber wohl noch etwas dauern,


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