Govecs Flex 2.0 im Test: Der robuste Roller für Elektromoped-Einsteiger

Der neue Govecs Flex ist ein flinker, sehr gut verarbeiteter Elektroroller. Gefertigt wird der Roller in der EU - was sich auf den Preis auswirkt.

Ein Test von veröffentlicht am
Der Govecs Flex im Einsatz
Der Govecs Flex im Einsatz (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Govecs Elektroroller Flex 2.0, zunächst nur für Lieferdienste und Sharing-Anbieter erhältlich gewesen, ist bald auch für Privatpersonen zu haben. Golem.de hat sich den Nachfolger des ersten Flex für eine Probefahrt geliehen und überprüft, ob er den Preis ab 4.000 Euro wert ist.

Inhalt:
  1. Govecs Flex 2.0 im Test: Der robuste Roller für Elektromoped-Einsteiger
  2. Direkt mit guter Beschleunigung losfahren
  3. Verfügbarkeit und Fazit: Govecs Flex

Govecs vermarktet das neue Modell wieder als Flex, der Vorgänger wird nicht mehr hergestellt. Der neue Flex ist ein Kleinkraftrad der Klasse L1e, das mit einem Führerschein der Klasse AM, A1 oder B gefahren werden darf. Es ist auf 45 km/h gedrosselt, was für die Stadt vollkommen ausreicht, für Fahrten auf Landstraßen aber zu wenig sein dürfte. Entsprechend sehen wir den Einsatzzweck des Flex wie den anderer Roller mit 45-km/h-Beschränkung in der Stadt.

Der Flex hat ein modernes Design, das allerdings nicht übertrieben futuristisch und kantig wirkt. Unser Testfahrzeug ist cremefarben, die Panels sind aus komplett durchgefärbtem Kunststoff gefertigt. Kratzer sind kaum sichtbar, da sich kein Lack ablösen kann - in der Stadt ein nicht unerheblicher Vorteil, wie wir aus Erfahrungen mit anderen Rollern wissen. Die Panels sind zudem sehr flexibel, weshalb sie weniger leicht brechen sollen.

Stabiler Rahmen, kein Klappern

Auffällig bei der Konstruktion des Flex ist der deutlich sichtbare Stahlrohrrahmen: Er zieht sich über beide Seiten des Rollers, der auch dadurch sehr stabil und widerstandsfähig wirkt. Unter der geräumigen Sitzbank für zwei Personen ist auf jeder Seite jeweils ein Bumper verbaut, der den Roller vor Stößen schützen soll. Auch beim Fahren ist die hochwertige Verarbeitung spürbar: Selbst bei grobem Kopfsteinpflaster mit Schlaglöchern klappert am Roller nichts.

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Der Flex wird von einem in der Nabe des hinteren Rades verbauten 2,3-kW-Motor angetrieben, zum Einsatz kommt ein von Govecs selbst entwickeltes Aggregat. Das Grundmodell des Rollers wird mit einem Lithium-Ionen-Akku ausgeliefert, der 33,5 Ah hat und auf dem Papier eine Reichweite von 57 Kilometern. Im Alltag sind es eher 50 Kilometer. Unser Testfahrzeug kommt mit zwei Akkus, was für 90 bis 100 Kilometer ausreicht.

  • Unter der Sitzbank ist bei Verwendung von zwei Akkus kein Stauraum - standardmäßig kommt der Roller mit einem Akku. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Bedienelemente sind einfach gehalten. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das LED-Licht ist auch bei Tage immer an und kann auf Fernlicht umgeschaltet werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Wer mit dem Govecs Flex auch mal einkaufen gehen will, sollte über die Anschaffung des optionalen Topcases nachdenken. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Flex hat einen gut zupackenden Seitenständer ...
  • ... sowie einen Hauptständer. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Bedient wir der Flex ohne einen Schlüssel: Zum Starten drücken wir auf einen Knopf und entsperren den Roller mit einer Schlüsselkarte. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Panels des Flex sind aus komplett durchgefärbten, flexiblen Kunststoff gefertigt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auf dem 5-Zoll-Farbdisplay werden alle wichtigen Informationen angezeigt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Govecs Flex ist ein 45-km/h-Elektroroller. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Roller hat ein robustes Äußeres und lässt sich komfortabel fahren. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Der Govecs Flex ist ein 45-km/h-Elektroroller. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Die Akkus des Flex können entnommen und geladen werden, was für Nutzer in der Stadt unabdingbar ist. Alternativ können die Aggregate auch direkt im Roller geladen werden. Eine Ladestation, in die die Akkus zum Laden einfach eingeschoben werden, ist nur gegen Aufpreis erhältlich. Damit die Akkus nicht versehentlich verkehrt in den Roller geschoben werden, sind sie an einer Seite etwas dicker als an der anderen - eine clevere Idee, finden wir. Mit unter zehn Kilogramm sind die Akkus zudem leicht auch mehrere Stockwerke hochzutragen. Die Ladezeit für einen Akku beträgt 4,5 Stunden, bei zwei Akkus sind es lange acht Stunden.

Der Govecs Flex braucht nur für das Akkufach einen Schlüssel, ansonsten wird er komplett schlüssellos bedient. Viel Platz ist im Staufach nicht, gegen Aufpreis gibt es ein Topcase, das automatisch mitverriegelt wird. Zum Starten des Rollers drücken wir lediglich einen Knopf, entsperrt und fahrbereit gemacht wird der Roller anschließend über eine Schlüsselkarte. Sie wird an die Unterseite des fünf Zoll großen Displays gehalten, auf dem alle wichtigen Informationen angezeigt werden.

Akkufach lässt sich mit Schlüssel öffnen

Govecs hat glücklicherweise nicht den gleichen Fehler begangen wie Unu, die auch für das Fach mit den Akkus auf eine elektronische Verriegelung setzen. Sind die Akkus sowie die interne Backup-Batterie beim Unu leer, kommen Nutzer nicht mehr an die Akkus heran - dann muss der Kundendienst helfen. Beim Flex ist das ausgeschlossen.

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ThadMiller 16. Sep 2022 / Themenstart

Bürokratie? Die Macht der Autolobby würde ich sagen. Das "langsam halten" geht doch schon...

M.P. 16. Sep 2022 / Themenstart

Naja, Roller bewegen sich eher im näheren Umfeld um die Wohnung ihres Besitzers - da...

LadyDie 16. Sep 2022 / Themenstart

Kraftfahrstrassen und Autobahnen sind natürlich nicht mit den Dingern erlaubt. Während...

TrollNo1 15. Sep 2022 / Themenstart

Du bist dann einer von diesen Leuten, die kilometer weit gradeaus fahren und blinken? :D...

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