Gorillas-Chef: Entlassungen sind "im Interesse der Community"

Der Chef des Gorillas-Lieferdienstes rechtfertigt die Kündigung eines Arbeiters. Eine Fahrerin mit blauen Flecken am Rücken bewertet das anders.

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Arbeiterin bei Gorillas spricht über die Situation.
Arbeiterin bei Gorillas spricht über die Situation. (Bild: Gorillas Workers Collective)

Bei dem Lieferdienst Gorillas gibt es in Berlin-Mitte einen Streik und Blockaden sowie verschiedene Solidaritätsaktionen in anderen Städten. Dem Fahrer Santiago war wegen Zuspätkommens ohne Vorwarnung gekündigt worden. Dazu nahm der Mitbegründer und Chef Kağan Sümer Stellung: "Aber wenn jemand entlassen wird, dann geschieht das im Interesse unserer Community. Ich stehe zu der getroffenen Entscheidung, bleibe aber immer offen für neuen Input".

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Die vergangenen Tage mit Stwik und Blockade hätten den Vorstandchef jedoch "tief beunruhigt". Nach der Entlassung eines Riders wegen einer Verspätung sei ein Teil der Community auf die Straße gegangen, um seiner Unzufriedenheit Ausdruck zu verleihen. Außerdem seien Falschinformationen verbreitet worden, sagte Sümer.

Eine Fahrerin kritisierte im Gespräch mit Zeit Online die unverhältnismäßig lange Probezeit. "Die meisten Verträge bei Gorillas sind auf ein Jahr befristet, die Probezeit beträgt sechs Monate." Die Arbeiter könnten ständig entlassen werden.

Dazu kämen sehr schwere Transporte, etwa wegen Flaschen im Rucksack, die über Kopfsteinpflaster auf Rädern ohne Federung transportiert werden müssten. Obwohl nicht mehr als zehn Kilogramm pro Auftrag getragen werden dürften, werde das nicht kontrolliert und habe bei ihr zu blauen Flecken am Rücken geführt. Sie fordert, "dass alle Arbeiter dasselbe Gehalt bekommen. Außerdem sollte die Probezeit verkürzt werden. Bevor man entlassen wird, sollte zumindest eine Verwarnung stattfinden."

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Ein anderer Arbeiter berichtete vom Tragen von bis zu 25 Kilogramm pro Ladung. Organisiert wird der Streik vom Gorillas Workers Collective, das mit der anarchosyndikalistischen Gewerkschaft FAU und der Gewerkschaft Verdi zusammenarbeitet.

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peterbruells 22. Jun 2021

Ich habe schon 60 Minuten auf 4 Kilometer mit dem Rad durch Naturschutzgebiet geschafft...

Trockenobst 15. Jun 2021

Ich habe vor jedem Menschen Respekt. Auch von seiner "agency" wie es in Neusprech heißt...

KnutRider 15. Jun 2021

Hahaha, und wie du inzwischen mitbekommen haben solltest, bist du ebenfalls negativ...

KnutRider 15. Jun 2021

Wo und wie genau werden denn die Leute bei Gorillas nun ausgebeutet? Weil sie über...

KnutRider 15. Jun 2021

Wo genau werden jetzt die Leute nochmal ausgebeutet? Welches spezielle Können braucht es...



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