Gordon Freeman auf dem Telefon: Bastler spielt Half-Life auf dem alten Nokia N95
Normalerweise bringen Bastler aus aller Welt den Shooter Doom auf diversen Endgeräten heraus. DIY-Experte Dante D. Leoncini hat sich allerdings für einen anderen Klassiker entschieden. Er konnte Valves Half-Life 1 auf dem fast ebenso als Klassiker geltenden Telefon Nokia N95 aus dem Jahr 2007 zum Laufen bringen. (Via Tom's Hardware(öffnet im neuen Fenster))
Besser noch: Das Spiel läuft offenbar mit nahezu konstanten 30 fps. Auch zeigt Leoncini in einem kurzen Video auf X(öffnet im neuen Fenster), wie er den Titel mit einer Bluetooth-Maus und den physischen Tasten des N95 bedient. Dabei werden die unteren Tasten für Bewegungen wie Vor- und Rückwärts genutzt, während sich der Bastler mit der Maus umschaut.
Spiel für x86 auf ARM-CPU
Aktuell optimiert Leoncini seinen Port von Half-Life weiter. So müssen etwa einige Stotterer verhindert werden, die unter anderem durch die CPU als Flaschenhals hervorgerufen werden. Das N95 ist mit einem 322-MHz-ARM-Prozessor von Mediatek und 64 MByte RAM ausgestattet. In der Theorie sollte das für Half-Life 1 ausreichen, welches eine Single-Core-CPU mit 133 MHz und 24 MByte RAM voraussetzt.
Der Prozessor muss neben dem Spiel selbst aber auch andere Prozesse des Betriebssystems Symbian berechnen. Half-Life wurde auch nie für die Nutzung mit der ARM-Architektur optimiert. Eine einfache Emulation per Windows ist durch CPU und Betriebssystem also nicht möglich. Half-Life ließe sich etwa über die Open-Source-Engine Xash3D(öffnet im neuen Fenster) realisieren, die auf die alte Goldsource-Engine von Valve zugeschnitten ist.
Xash3D wird normalerweise für Android oder den Raspberry Pi genutzt und könnte über Umwege auch mit dem Nokia N95 funktionieren. Leoncini verriet aber nicht, wie er das Spiel auf das N95 portieren konnte.
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