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Schüler nutzen Google Cardboards.
Schüler nutzen Google Cardboards. (Bild: Google)

Googles VR-Expeditions: Cardboards müssen an die Schulen!

Schüler nutzen Google Cardboards.
Schüler nutzen Google Cardboards. (Bild: Google)

Ausflüge, ohne die Schule zu verlassen, Moleküle in 3D: Wie schön hätte meine Schulzeit verlaufen können, wenn Google seine VR-Expeditions für die Cardboard-Brille nicht erst gestern auf der Entwicklerkonferenz Google I/O vorgestellt hätte! Immerhin gibt es Hoffnung für die nächsten Generationen.
Von Sebastian Wochnik

"Ein Gramm Erfahrung ist besser als eine Tonne Theorie", antwortete mir mal meine Chemie-Lehrerin auf die Frage, warum wir einfachste Versuche wie das Lösen von Kochsalz in Wasser durchführten. Das berühmte Zitat des amerikanischen Pädagogen John Dewey (1859) hat ihren Unterricht geprägt - jedenfalls fast immer. Und auch Google glaubt an Anschaulichkeit im Unterricht: Eher am Rande hat es auf der Keynote der Google I/O die Plattform VR-Expeditions gezeigt, die Lehrern ermöglicht, eine kleine Forschungsreise mit den Schülern zu unternehmen.

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Nur Googles braune Papphalterung Cardboard und ein passendes Smartphone werden dazu gebraucht - kein gemieteter Bus und übermotivierte Eltern, die den Kurs begleiten, nur um einen historischen Ort zu besichtigen.

Wandertag im Klassenzimmer

Ein wenig neidisch bin ich jetzt schon auf die Schüler, denen mit Virtual Reality Unterrichtsinhalte nähergebracht werden. Denn wenn mir in den vergangenen zwölf Schuljahren im Unterricht langweilig war, dann vor allem durch eines: fehlende Anschaulichkeit.

Und genau das ist, was Virtual Reality so gut kann: Dinge veranschaulichen. Das können abstrakte Dinge wie komplexe Moleküle im Chemie-Unterricht sein, deren räumliche Struktur auch mit Grafiken nur schwer nachvollziehbar ist. Oder historische Orte, an die wir mit Expeditions ohne viel Aufwand hätten reisen können, etwa der Spiegelsaal von Versailles, dessen herrschaftliche Gestaltung ich nur durch eine sehr blasse Projektion vom Klassenbeamer kenne.

Natürlich wäre ein tatsächlicher Besuch des Schlosses von Versailles eindrucksvoller als der virtuelle Besuch, nur fahren Schulklassen maximal ein mal pro Jahr irgendwohin - falls überhaupt. Ein virtueller Ausflug wäre da nicht nur kostengünstiger, sondern auch für die meisten Lehrer nervenschonender.

Keine große Investition

Und die benötigten Smartphones sollten zumindest in Deutschland kein Problem sein: Nach dem Bring-your-own-Device-(BYOD-)Prinzip können die Geräte der Schüler verwendet werden. Ich kenne zumindest in der Oberschule (in Berlin nach der 6.Klasse) keinen, der nicht ein Smartphone immer bei sich hat. Und sollte es doch kein passendes Android- oder iOS-Gerät sein, so ließe sich mindestens ein halber Klassensatz organisieren, so dass sich die Schüler bei der Nutzung abwechseln könnten - es ist üblich, dass sich Schüler im Unterricht etwa Notebooks teilen.

Die Pappen mit den Linsen wären für die Schule keine große Investition - verschiedene Firmen bieten Nachbauten für rund 10 Euro pro Stück an. Damit die Schüler nicht ihr Lieblingsspiel den Mitschülern zeigen, statt den Spiegelsaal zu betrachten, ermöglicht Google in Expeditions, ein Lehrergerät einzustellen, das die Inhalte mit den anderen synchronisiert.

Lehrer und Verlage, erkennt das Potenzial! 

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KonH 03. Jun 2015

Bitte wo soll das Potenzial von dieser VR Spielerei in der Schule liegen? Die...

Mr.Alarma 03. Jun 2015

Ich bin ebenfalls 22 und mache zurzeit eine Ausbildung zum IT-Systemkaufmann (2...

Peter Brülls 01. Jun 2015

Und muss dann auch nicht mit VR Brille unternommen werden. Das ist die gleiche Grütze...

march 01. Jun 2015

Also ich habe einmal zusammen mit einem Kumpel für vielleicht maximal 30 Minuten mit dem...

.02 Cents 01. Jun 2015

Informatik hat erstmal nur bedingt etwas mit dem Medium zu tun, und Informatikunterricht...



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