Googles Project Vault: Der Krypto-Rechner auf der SD-Karte

Sicherheit soll Benutzern so einfach wie möglich gemacht werden. So lautet Googles Plan mit seinem Project Vault, das das Unternehmen jetzt auf seiner Entwicklermesse Google I/O vorgestellt hat. Es funktioniert so: Auf einer Micro-SD-Karte wird ein kleiner Rechner untergebracht. Er kann sich beispielsweise um die Verschlüsselung von Kommunikation kümmern und sorgt für eine passwortlose Authentifizierung, etwa über Googles Project Abacus . Auf der Karte können aber auch Daten sicher verwahrt werden.
Auf der Micro-SD-Karte sind ein genügsamer OpenRISC1200-Prozessor und ein NFC-Chip untergebracht. Auf dem eigens dafür entwickelten Echtzeit-Betriebssystem (Real Time Operating System, RTOS) laufen diverse kryptographische Werkzeuge und ein hardwarebasierter Zufallszahlengenerator.
Nicht nur für Android
Googles Forschungsabteilung, die Advanced Technology and Projects Group (ATAP), demonstrierte, wie Project Vault in einem Android-Smartphone eine Chat-Unterhaltung verschlüsselte, bevor sie an einen weiteren Teilnehmer gesendet wurde, der ebenfalls ein Vault in seinem Smartphone stecken hatte. Für persönliche Daten bietet Vault 4 GByte Speicherplatz. Es soll aber nicht nur mit Android funktionieren, sondern auch Windows, Mac OS X und Linux unterstützen. Somit wäre Vault nicht nur auf einem Smartphone einsatzfähig, sondern auch auf dem heimischen Rechner.
Project Vault zielt zunächst auf Geschäftskunden ab, soll aber später auch für Privatkunden angeboten werden. Ein quelloffenes Software Development Kit gibt es bereits bei Github.



