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Googles Project Ara: Smartphone-Module kommen aus dem 3D-Drucker

Zu Googles modularem Smartphone-Konzept Project Ara sind weitere Details bekanntgeworden. Die einzelnen Module kommen aus einem 3D-Drucker , um die Produktionskosten niedrig zu halten. In einem Video stellen sich die Projektbeteiligten vor und geben Einblicke in die Entwicklung von Project Ara.
/ Ingo Pakalski
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Das modulare Smartphone von Project Ara (Bild: Google)
Das modulare Smartphone von Project Ara Bild: Google

Mitte dieses Monats findet die erste Entwicklerkonferenz rund um Project Ara statt. Dann werden weitere Details zu Googles modularem Smartphone-Konzept erwartet. Im Vorfeld ist bereits von Phoneblocks ein Videoclip erschienen, in dem sich die Projektbeteiligten vorstellen und es gibt Details zur Fertigung der einzelnen Ara-Module.

Googles Project Ara – Trailer
Googles Project Ara – Trailer (03:28)

Auf der "Inside 3D Printing"-Konferenz in New York nannte der Chef von 3D Systeme, Avi Reichenthal, Details zur Produktion der einzelnen Ara-Module, berichtet PCWorld(öffnet im neuen Fenster) . Google hat im November 2013 eine Zusammenarbeit mit 3D Systems beschlossen, das sich auf den Einsatz von 3D-Druckern spezialisiert hat. 3D Systems wird die einzelnen Module per 3D-Druck produzieren – dabei werden neben dem Kunststoffgehäuse auch die Schaltkreise aus dem Drucker kommen.

Project Ara – Interview mit Paul Eremenko
Project Ara – Interview mit Paul Eremenko (23:13)

Zudem kann das Unternehmen anpassbare Designs auf die Oberflächen der Module drucken. Dies zeigt ein 3D-Systems-Mitarbeiter auch in dem aktuellen Phonebloks-Video. Phonebloks arbeitet für das modulare Smartphone-Konzept eng mit Google zusammen. Das Projektvideo erlaubt auch einen ersten Blick auf eine spezielle Ara-App, mit der sich ein Ara-Smartphone wird konfigurieren lassen.

Zudem zeigt das Video ein Entwickler-Board, mit dem Software, Treiber und Apps für das modulare Smartphone entwickelt werden. Auch das Konzept der einschiebbaren Module ist zu sehen, allerdings ist dabei unklar, ob der Rahmen namens Endoskelett am Ende so aussehen wird. Es wäre auch denkbar, dass das Endoskelett bis zur Markteinführung noch verändert wird.

Magnete halten die einzelnen Module im Rahmen

Insgesamt sind derzeit drei verschieden große Endoskelette geplant: ein kleines, ein mittelgroßes und ein großes. Das kleine Modell wird wohl mit einem Display um die 4,3 Zoll ausgestattet sein, das mittlere Modell scheint deutlich größer als 5 Zoll zu sein, zum Format des großen Modells gibt es noch keine Informationen.

Die Module werden durch kleine Magneten in Position gehalten. In den Modulen selbst sind dafür Elektromagneten eingebaut, deren Kraft im ausgeschalteten Zustand ausreichen soll, damit die Module nicht aus der Halterung fallen. Wird das Smartphone eingeschaltet, verstärkt sich die Magnetkraft – dadurch sollen die Bausteine im laufenden Betrieb nicht aus Versehen herausfallen. Die Strom- und Datenübertragung erfolgt über eine Mipi(öffnet im neuen Fenster) -konforme Schnittstelle.

Das Project Ara will ein modulares Smartphone auf den Markt bringen – derzeit wird mit einem Verkaufsstart im kommenden Jahr gerechnet. Nutzer können die Module frei wählen und bekommen ein Smartphone mit den Fähigkeiten, die dem Besitzer wichtig sind. Die Module lassen sich jederzeit austauschen. Wer etwa weiß, dass er gerade eine längere Akkulaufzeit benötigt, kann ein Modul ausbauen und einen zusätzlichen Akku einschieben.

Verschiedene Modulgrößen geplant

Je nach Rahmengröße können unterschiedlich viele Module eingesteckt werden. Die Module gibt es in drei Größen, 1x1, 2x1 und 2x2, zusätzlich dazu passende Display- und Kameramodule für die Vorderseite. Im kleinsten Rahmen können keine 2x2-Module verwendet werden, er bietet auf der Rückseite Platz für vier 2x1-Module und zwei 1x1-Module. Das mittlere Modell soll mit zwei 2x2-Modulen, vier 2x1-Modulen und zwei 1x1-Modulen verwendet werden können. Das große Modell hat Platz für jeweils zwei zusätzliche 1x1- und 2x1-Module.

Die Rahmen haben einen eingebauten Akku, der die Energieversorgung auch dann gewährleistet, wenn der Hauptakku herausgenommen und gegen einen anderen getauscht wird. Eine ähnliche Technik nutzt beispielsweise Panasonic bei einigen Geräten (Hot Swap).

Basisrahmen für 50 US-Dollar Produktionskosten

Das günstigste Project-Ara-Modell soll Produktionskosten von 50 US-Dollar nicht übersteigen, ist allerdings technisch dementsprechend schwach ausgestattet. Ein solches Gerät wird als Übergang zwischen Feature Phone und Smartphone gesehen. Generell geht es Google bei Project Ara weniger um eine hohe Gewinnmarge als um die Einführung neuer Technik.


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