Abo
  • Services:

Google: Youtube-Gründer beschwert sich über neues Kommentarsystem

Mehr als acht Jahre hat Youtube-Mitbegründer Karim nichts mehr auf der Videoplattform gepostet. Mit deutlichen Worten hat er nun das neue Kommentarsystem kritisiert, das auf Google+ basiert.

Artikel veröffentlicht am ,
Karims erstes Youtube-Video konnte noch ohne Google+-Account kommentiert werden.
Karims erstes Youtube-Video konnte noch ohne Google+-Account kommentiert werden. (Bild: youtube.com/Screenshot: Golem.de)

Zwischen den beiden Beiträgen auf dem Youtube-Kanal von Jawed Karim liegt eine halbe Internet-Ewigkeit. Am 23. April 2005 lud Karim das erste Video auf das neu gegründete Portal hoch. Seitdem hat er dort geschwiegen. Bis er nun seinen zweiten Beitrag postete: "Warum zum Teufel brauche ich einen Google+-Account, um ein Video zu kommentieren?" Diese Frage haben sich in den vergangenen Tagen Tausende Youtube-Nutzer gestellt. Eine Onlinepetition, um das alte System zurückzubringen, hat schon mehr als 50.000 Unterstützer gefunden.

Stellenmarkt
  1. Schütz GmbH & Co. KGaA, Selters
  2. Bulthaup GmbH & Co KG, Bodenkirchen Raum Landshut

Bereits im September hatte Google angekündigt, sein Kommentarsystem umstellen zu wollen. Das wurde in dieser Woche nun umgesetzt. Vorgeblich geht es darum, die Kommentare besser nach ihrer Relevanz gewichten zu können. Während früher der neueste Kommentar jeweils oben stand, stehen nun Beiträge des Kanalbetreibers, von bekannten Personen sowie von Mitgliedern der Google+-Kreise ganz vorne. Allerdings lassen sich die Kommentare weiterhin nach der Aktualität sortieren. Auch gibt es die Möglichkeit, Kommentare vor der Veröffentlichung zu kontrollieren, bestimmte Wörter zu blockieren oder Fans für Kommentare freizuschalten. Diskussionen können wie bei Google+ für bestimmte Nutzergruppen freigeschaltet werden. Weitere Details erläutert Google auf einer eigenen Seite.

Aber nur wer einen Google+-Account besitzt, kann überhaupt noch kommentieren. Genau das ist es aber, was - wie im Falle von Karim - viele Nutzer verärgert. Das neue Konzept dient sicher nicht nur dazu, die berüchtigten Nutzerbeiträge in dem Videoportal stärker zu regulieren. Offensichtlich will der Konzern damit sein soziales Netzwerk gegen den übermächtigen Konkurrenten Facebook stärken, der weltweit auf rund 1,2 Milliarden aktive Nutzer kommt. Medienberichten zufolge hat Google+ derzeit 540 Millionen aktive Nutzer, die in irgendeiner Form monatlich mit dem Netzwerk interagieren. Wie viele Nutzer tatsächlich Inhalte auf plus.google.com nutzen, ist aber unklar. Selbst bei den 300 Millionen Accounts, die Google als "in stream"-Nutzer bezeichnet, reicht es aus, wenn sie einmal im Monat das Benachrichtigungssymbol anklicken. Jeder Kommentar bei Youtube wird in Zukunft dann als Nutzung von Google+ gewertet.

Für sein zweites Youtube-Posting erhielt Karim übrigens in kurzer Zeit schon etliche Kommentare. Und eine barsche Antwort auf die Frage, warum er nun einen Google+-Account haben muss: "Weil Sie Ihr Sch... Unternehmen an Google verkauft haben. Was sonst haben Sie gedacht, würden die damit machen, außer es zu ruinieren. Trottel."



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 2,99€
  2. 31,99€
  3. 54,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie (Release 05.10.)
  4. 31,49€

Ruebezahl2014 23. Mär 2014

Auch ich konnte auf einmal nicht mehr auf meinem eigenen YouTube posten oder/und...

theonlyone 12. Nov 2013

Letztlich "sollte" es keinen stören wenn man tatsächlich nur ein Google+ Konto bräuchte...

EvilSheep 12. Nov 2013

Du wirst lachen, aber an so etwas in der Art werkel ich seit einiger Zeit(leider viel zu...

EvilSheep 12. Nov 2013

Dir ist es ein Rätsel wie Menschen das Handeln anderer sympathisch oder abstoßend finden...

Anonymer Nutzer 12. Nov 2013

Dazu kommt noch erschreckenderweise dass Youtube bzw. die Kommentare nicht mehr nutzbar...


Folgen Sie uns
       


Toshiba Dynaedge ausprobiert

Das Dynaedge ist wie Google Glass eine Datenbrille. Allerdings soll sie sich an den industriellen Sektor richten. Die Brille paart Toshiba mit einem tragbaren PC - für Handwerker, die beide Hände und ein PDF-Dokument brauchen.

Toshiba Dynaedge ausprobiert Video aufrufen
HP Elitebook 840 und Toshiba Tecra X40: Es kann nur eines geben
HP Elitebook 840 und Toshiba Tecra X40
Es kann nur eines geben

Nicht nur Lenovo baut gute Business-Notebooks, auch HP und Toshiba haben Produkte, die vergleichbar sind. Wir stellen je ein Modell der beiden Hersteller mit ähnlicher Hardware gegenüber: das eine leichter, das andere mit überlegenem Akku - ein knapper Gewinner nach Punkten.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. Portégé X20W-D-145 Toshiba stellt alte Hardware im flexiblen Chassis vor
  2. Tecra X40-E-10W Toshibas 14-Zoll-Thinkpad-Pendant kommt mit LTE
  3. Dell, HP, Lenovo AMDs Ryzen Pro Mobile landet in allen Business-Notebooks

WLAN-Standards umbenannt: Ein Schritt nach vorn ist nicht weit genug
WLAN-Standards umbenannt
Ein Schritt nach vorn ist nicht weit genug

Endlich weichen die nervigen Bezeichnungen für WLANs chronologisch sinnvollen. Doch die Wi-Fi Alliance sollte noch einen Schritt weiter gehen.
Ein IMHO von Oliver Nickel

  1. Wi-Fi 6 WLAN-Standards werden für besseres Verständnis umbenannt
  2. Wifi4EU Fast 19.000 Kommunen wollen kostenloses EU-WLAN
  3. Berlin Bund der Steuerzahler gegen freies WLAN

Künstliche Intelligenz: Wie Computer lernen
Künstliche Intelligenz
Wie Computer lernen

Künstliche Intelligenz, Machine Learning und neuronale Netze zählen zu den wichtigen Buzzwords dieses Jahres. Oft wird der Eindruck vermittelt, dass Computer bald wie Menschen denken können. Allerdings wird bei dem Thema viel durcheinandergeworfen. Wir sortieren.
Von Miroslav Stimac

  1. Innotrans KI-System identifiziert Schwarzfahrer
  2. USA Pentagon fordert KI-Strategie fürs Militär
  3. KI Deepmind-System diagnostiziert Augenkrankheiten

    •  /