Google: Wir haben den größten DNS-Dienst

Ende 2009 startete "Google Public DNS", heute ist Googles DNS-Dienst der größte weltweit und beantwortet täglich rund 70 Milliarden DNS-Anfragen. Die meisten Nutzer kommen von außerhalb der USA.

Artikel veröffentlicht am ,
Google-Büro in Frankreich
Google-Büro in Frankreich (Bild: Javques Brinon/AFP/Getty Images)

Mit seinen öffentlichen DNS-Servern will Google das Netz schneller machen. Mit cleveren Caching-Mechanismen will Google die Antwortzeiten von DNS-Anfragen verkürzen. So implementiert der Google Public DNS von Beginn an beispielsweise Prefetching: Noch bevor ein DNS-Eintrag ungültig wird und seine Time-To-Live (TTL) abläuft, erneuert der DNS-Server seine Daten. So steht nach Möglichkeit immer eine aktuelle Version bereit, die direkt an den Nutzer ausgeliefert werden kann, ohne dass der DNS-Server die Daten erst während einer Nutzeranfrage heraussuchen muss.

Stellenmarkt
  1. (Senior) MLOps Engineer (Cloud) (m/f/d)
    Lidl Digital, Berlin, Neckarsulm
  2. Qualitätsingenieur (m/w/d) Softwarequalität
    Schaeffler Automotive Buehl GmbH & Co. KG, Bühl
Detailsuche

Mit anderen Tricks will Google für mehr Sicherheit sorgen: Solange Protokolle wie DNSSEC noch nicht verfügbar sind, würfelt Google Groß- und Kleinbuchstaben in seinen DNS-Anfragen durcheinander und integriert zusätzliche Daten in seine DNS-Nachrichten, um Spoofing zumindest zu erschweren.

Anfang 2010 schlug Google dann eine Änderung für das DNS-Protokoll vor, um IP-Adressen von Nutzern bei DNS-Anfragen weiterzureichen. So sollen beispielsweise CDN-Anbieter besser in der Lage sein, einen möglichst nah am Nutzer positionierten Server zu wählen, der dann die Daten ausliefert.

Kritiker warnten schon zum Start von Google Public DNS, mit dem Dienst könne Google noch mehr Daten sammeln. Vielen Internetnutzern ist das aber offenbar egal, denn mit rund 70 Milliarden DNS-Anfragen pro Tag ist der Dienst laut Google mittlerweile der meistgenutzte DNS-Dienst im Netz. Vor allem außerhalb der USA wird der Dienst genutzt, denn rund 70 Prozent der Anfragen kommen nicht aus den USA. Google begegnet dem mit der Aufstellung lokaler DNS-Server, beispielsweise in Australien, Indien, Japan und Nigeria.

Golem Karrierewelt
  1. DP-203 Data Engineering on Microsoft Azure virtueller Vier-Tage-Workshop
    12.-15.09.2022, virtuell
  2. AZ-104 Microsoft Azure Administrator: virtueller Vier-Tage-Workshop
    19.-22.09.2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Google Public DNS steht unter den gut zu merkenden IP-Adressen 8.8.8.8 und 8.8.4.4 zur Verfügung. Seit dem IPv6-Tag im vergangenen Jahr sind die Server auch per IPv6 erreichbar. Diese Adressen sind nicht ganz so einfach: 2001:4860:4860::8888 und 2001:4860:4860::8844.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


H75 13. Jun 2016

Das nennt sich Navigationshilfe uns ist unter Interneteinstellungen zu finden... http...

gelöscht 16. Feb 2012

es ging doch um deine aussage, dass die root-server ja besseres zu tun hätten, als jedem...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
TADF Technologie
Samsung kauft Cynora in Bruchsal und entlässt alle

Der Cynora-Chef wollte das deutsche Start-up zum Einhorn entwickeln. Nun wurden die Patente und die TADF-Technologie von Samsung für 300 Millionen Dollar gekauft und das Unternehmen zerschlagen.

TADF Technologie: Samsung kauft Cynora in Bruchsal und entlässt alle
Artikel
  1. Code-Genossenschaften: Mitbestimmung und Einheitsgehalt statt Frust im Hamsterrad
    Code-Genossenschaften
    Mitbestimmung und Einheitsgehalt statt Frust im Hamsterrad

    Programmieren ohne Chef, das klingt für Angestellte wie ein Traum. Kleine Unternehmen wagen eine hierarchiefreie Graswurzelrevolution.
    Ein Bericht von Daniel Ziegener

  2. Kein Deep Fake: Russische Komiker sollen Klitschko-Anrufe gefakt haben
    Kein Deep Fake
    Russische Komiker sollen Klitschko-Anrufe gefakt haben

    Ein russisches Comedy-Duo soll hinter den gefälschten Vitali-Klitschko-Videokonferenzen stecken. Unklar ist, ob es sich um Propaganda handelt.

  3. Elektroauto: Hyundai Ioniq 6 bekommt ein stromlininienförmiges Design
    Elektroauto
    Hyundai Ioniq 6 bekommt ein stromlininienförmiges Design

    Hyundai hat das Design des Ioniq 6 gezeigt. Mit einer aerodynamischen Karosserie und einem Innenraum mit Wohlfühlambiente soll das Elektroauto Kunden von Tesla abwerben.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • PNY RTX 3080 12GB günstig wie nie: 929€ • MindStar (MSI RX 6700 XT 499€, G.Skill DDR4-3600 32GB 165€, AMD Ryzen 9 5900X 375€) • Nur noch heute: NBB Black Week • Top-TVs bis 53% Rabatt • Top-Gaming-PC mit AMD Ryzen 7 RTX 3070 Ti 1.700€ • Samsung Galaxy S20 FE 5G 128GB 359€ [Werbung]
    •  /