Google und Linaro: Android-Fork für Modulsmartphone Ara

Das Android-Betriebssystem für Googles Project Ara muss speziell an die Bedürfnisse des modularen Smartphones angepasst werden, wodurch ein zeitweiliger Fork von Android entsteht, wie George Grey, Vorstandschef von Linaro, dem US-Dienst Networkworld(öffnet im neuen Fenster) erklärt hat.
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Hauptgrund ist die Umsetzung der erwünschten Plug-and-Play-Funktionen, die mit den Modulen einhergehen. "Wenn man einen größeren Akku hinzufügt, muss Android diesen erkennen, das Symbol aktualisieren, und dann hält das Smartphone länger durch" , sagte Grey dem Magazin. "Um diese Funktionalität zu erreichen, müssen einige interessante Änderungen an Android vorgenommen werden."
Weiter heißt es, Android könne zwar bereits Plug-and-Play für Bestandteile wie SD-Karten, hinzukommen müsse dies aber noch für den "Speicher, die Kamera oder weitere Module, die typischerweise in einem Smartphone verbaut sind" . In einem klassischen Linux-System ist der Wechsel von Hardware wie etwa PCI-Geräten seit langem kein Problem mehr.
Darüber hinaus arbeite das Team an der Umsetzung der Unipro-Treiber. Dieses Unified Protocol(öffnet im neuen Fenster) diene der Kommunikation der Bestandteile untereinander und werde ähnlich wie USB funktionieren, so dass Module aufgrund verschiedener Treiberklassen wie Netzwerk, Sensor oder Eingabe erkannt werden. Für Module externer Entwickler, die Android nicht erkennt, müssen eigene Treiber geschrieben werden.
Zum Erstellen dieser externen Teile stellt Google das Module Developers Kits (MDK) bereit, dessen finale Veröffentlichung für Ende dieses Jahres geplant ist. Wahrscheinlich ist auch dann mit dem Erscheinen des Betriebssystems zu rechnen. Details zu dem Termin oder der verwendeten Android-Version gibt Grey nicht bekannt. Alle Funktionen für Ara sollen später im Hauptzweig von Android eingepflegt werden.