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Google und Datenschutz: Österreicher nominieren Larry Page für den Big Brother Award

In Wien werden morgen die Big Brother Awards verliehen. Für die Negativauszeichnung ist auch Google-Chef Larry Page nominiert. Die neuen Datenschutzregelungen seines Unternehmens werden nach wie vor kritisiert.

Artikel veröffentlicht am ,
Google-Chef Larry Page
Google-Chef Larry Page (Bild: Justin Sullivan/Getty Images)

"Entweder du verzichtest auf alles, oder du gestattest den Profiteuren des digitalen Zeitalters, Gewinn aus deiner Privatsphäre zu ziehen" - "You have the Choice - Du hast die Wahl", lautet darum das Motto der diesjährigen Verleihung der Big Brother Awards in Wien, die morgen, am 25. Oktober 2012, stattfinden wird.

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In der Kategorie "Weltweiter Datenhunger" wurde Google-Chef Larry Page für die Einführung der neuen Datenschutzregelungen seines Unternehmens nominiert. Google habe im Zuge der Verknüpfung seiner Dienste erklärt, die Nutzung "noch unkomplizierter und intuitiver" machen zu wollen, schreiben die Veranstalter der Big Brother Awards auf ihrer Seite. "Doch was bequem und intuitiv ist, muss nicht immer rechtens sein, zumindest wenn man der EU-Kommission glaubt", heißt es weiter.

Datenschutzregelungen verstoßen gegen EU-Recht

Die EU-Kommission hatte festgestellt, dass Googles neue Datenschutzerklärung gegen geltendes EU-Recht verstößt. Sie erlaube es Google, nahezu alle Informationen aus allen Diensten für alle Zwecke zu kombinieren, erläuterte sie. Das erfordere eine angemessene rechtliche Grundlage. Trotz der Bedenken hatte Google Anfang März die neuen Regelungen eingeführt. Jeder könne weiterhin selbst darüber entscheiden, ob er sich bei Google einlogge, erklärte das Unternehmen.

Vergangene Woche hatte die französische Datenschutzbehörde CNIL ihren Bericht über Googles Datenschutzregelungen vorgelegt. Auch darin hieß es, diese würden gegen geltendes EU-Recht verstoßen. Bis zu vier Monate hat Google jetzt Zeit, seine Datenschutzbestimmungen anzupassen, ansonsten drohen Sanktionen.

Laudator Max Schrems

Seit 1999 werden in Österreich die Big Brother Awards an Firmen, Organisationen und Personen verliehen. Der Negativpreis soll auf Missstände im digitalen Zeitalter aufmerksam machen, die nachhaltig die Privatsphäre von Menschen gefährden oder persönliche Daten Dritten zugänglich machen. In diesem Jahr gehört auch der österreichische Student Max Schrems zu den Rednern. Er hatte mit seiner Initiative Europe vs. Facebook eine Beschwerde gegen Facebook bei der irischen Datenschutzbehörde eingereicht.

Seit dem Jahr 2000 werden die Big Brother Awards auch in Deutschland verliehen. Im April 2012 erhielt das Cloud Computing den Negativpreis. Auch Bundesinnenminister Friedrich bekam wie viele seiner Vorgänger die Auszeichnung.



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swissmess 25. Okt 2012

Gestatten, Naivität in Person... Wenn es nach dir geht. Ich denke nicht, dass Google...

Eckstein 25. Okt 2012

Solange Facebook nicht "Weltweiter Datenhunger" (und noch einige andere) abräumt, kann eh...


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