Google und Apple: EU prüft illegale Deals von Telekom, Telefónica und Vodafone
Die europäische Wettbewerbsbehörde prüft illegale Absprachen zwischen den führenden Telekommunikationskonzernen Deutsche Telekom, France Télécom, Telecom Italia, Telefónica und Vodafone. Das berichtet die britische Financial Times(öffnet im neuen Fenster) aus informierten Kreisen. In der ersten Phase eines möglichen künftigen Wettbewerbsverfahrens hat die Behörde in Brüssel Unterlagen zu Treffen der fünf Unternehmen angefordert. Eine formelle Untersuchung sei jedoch bisher nicht beschlossen.
Die Treffen der sogenannten E5-Gruppe, von denen vier frühere Staatskonzerne sind, fanden seit 2010 statt. Dabei sei über mögliche Bedrohungen durch Google und Apple und die Harmonisierung von mobilen Bezahlplattformen gesprochen worden. Auch die GSM Association (GSMA), eine Industrievereinigung der GSM-Mobilfunkanbieter, sei von der EU dazu befragt worden. Ein GSMA-Sprecher hat dies der Financial Times bestätigt. Der Vorgang sei jedoch vertraulich, so der Sprecher.
Die Konzerne hätten von Anfang an versucht, Irritationen der EU-Behörden durch ihre Treffen zu vermeiden und bei jedem Zusammenkommen einen Anwalt hinzugezogen und Notizen zu den Inhalten der Unterredungen an die EU gesandt. Debattiert worden seien Fragen der Regulierung des mobilen Internets und gemeinsamer Standards von technischen Plattformen.
Nach dem ersten Treffen in Paris im Oktober 2010 sei ein Brief an EU-Kommissarin Neelie Kroes gesandt worden, in dem Bedenken über die Forderungen der US-Konzerne nach hohen Datentransferraten für Videostreaming formuliert wurden.
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