Google-Uhr: Vorerst keine Smartwatch mit Android Wear von Sony
Ganz aus dem Rennen ist Googles Android Wear für Sony zwar nicht, aber vorerst bleibt der Hersteller bei der selbst entwickelten Smartwatch-Plattform, die bereits in mehreren Smartwatches von Sony eingesetzt wird. "Wir haben bereits viel Zeit und Ressourcen in die Plattform investiert – und werden weiter in diese Richtung entwickeln", erklärte Ravi Nookala, der Chef von Sony Mobile USA, Cnet.com(öffnet im neuen Fenster). Für Sonys Smartwatches gibt es bereits auch Apps von Drittanbietern, die auf den intelligenten Uhren laufen. Die Sony-Uhren sind auf die Zusammenarbeit mit Android-Geräten hin konzipiert.

In einer späteren Sony-Stellungnahme hieß es, dass Sony nicht ausschließt, künftig doch auf Googles Android-Wear-Plattform zu wechseln. Sony sei erfreut über das Potenzial von Android Wear, werde sich aber derzeit auf die eigenen Smartwatches im Markt konzentrieren. Wenig überraschend hat Sony die enge Zusammenarbeit mit Google betont und will auch künftig alle Möglichkeiten in dieser Richtung überprüfen.

Google hatte Android Wear diesen Monat zusammen mit LG und Motorola vorgestellt. Sowohl LG als auch Motorola haben bereits angekündigt, dieses Jahr noch eigene Smartwatches auf den Markt bringen zu wollen. Auch Samsung gehört – im Unterschied zu Sony – bereits zu den Android-Wear-Partnern. Bei Samsung ist allerdings derzeit unklar, ob der Hersteller sich weiterhin auf die eigene Smartwatch-Plattform Galaxy Gear konzentriert oder zu Android Wear wechselt.

Sonys dritte Generation von Smartwatches kam im Herbst 2013 auf den Markt und trägt die Bezeichnung Smartwatch 2. Das Grundprinzip ist seit dem ersten Modell gleich geblieben: Die Armbanduhr nimmt per Bluetooth Kontakt zu einem Android-Smartphone auf und zeigt dann wichtige Statusinformationen und erlaubt es auch, das Smartphone aus der Ferne zu bedienen.

Bisher blieb der Kategorie der Smartwatches der große Durchbruch verwehrt. Es ist weiterhin eher ein Nischenprodukt und hat noch lange nicht die Verbreitung erreicht, die es im Bereich von Smartphones und Tablets gibt. Ob sich das mit der Markteinführung der ersten Android-Gear-Smartwatches ändern wird, ist offen. Für die Hersteller gilt es weiterhin, ein Hauptproblem moderner Smartwatches in den Griff zu bekommen: die Akkulaufzeit. Verglichen mit einer herkömmlichen Armbanduhr sind die Akkulaufzeiten einer Smartwatch äußerst kurz. Nach wenigen Tagen muss der Akku in der Smartwatch in der Regel wieder aufgeladen werden.
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