Google Takedown Request: Netflix beginnt die Jagd auf illegal kopierte Inhalte

Netflix hat seine entspannte Haltung zu illegalen Kopien seiner Filme auf einschlägigen Torrent- und Streaming-Plattformen aufgegeben. Google erreichen unzählige Takedown-Anfragen, aber illegale Plattformen werden auch direkt unter Druck gesetzt.

Artikel veröffentlicht am ,
Netflix-Chef Reed Hastings auf der CES 2016
Netflix-Chef Reed Hastings auf der CES 2016 (Bild: Steve Marcus/Reuters)

Netflix hat erstmals eine große Anzahl von Takedown-Requests wegen Links auf illegale Filmkopien an Google übermittelt, die aus den Ergebnislisten der Suchmaschine entfernt werden müssen. Das berichtet das Onlinemagazin Torrentfreak unter Berufung auf den Netflix-Copyright-Partner Vobile. Netflix scheint sich demnach zudem regelmäßig direkt an illegale Plattformen zu wenden, und diese zur Entfernung von Links auf House of Cards und andere Inhalte aufzufordern.

Stellenmarkt
  1. DV-Organisator (m/w/d)
    Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg Eigenbetrieb Immobilienmanagement, Neubrandenburg
  2. Mathematiker / Physiker Underwriting (w/m/d)
    Allianz Lebensversicherungs-AG, Stuttgart
Detailsuche

Laut Torrentfreak hat Netflix in den vergangenen Wochen 71.861 Links wegen Urheberrechtsverletzungen auf Torrent- und Streaming-Plattformen gemeldet, von denen die meisten inzwischen über Google nicht mehr gefunden werden können. Nach dem Digital Millennium Copyright Act (DMCA) muss Google Links, die auf Inhalte verweisen, die das Urheberrecht verletzen, aus dem Index seiner Suchmaschine entfernen. Die ersten Anfragen mit über 3.000 Links hatte Netflix im Dezember 2015 an Google übermittelt.

Jagd auf illegale Kopien von Netflix-Eigenproduktionen

Die beanstandeten Inhalte sind Kopien von Netflix-Eigenproduktionen wie die Serien House of Cards, Narcos, Sense8 und die Filme The Ridiculous 6 oder A Very Murray Christmas.

Auf verschiedenen Torrent-Seiten waren seit dem vergangenen Jahr Kopien der ersten Episode von Breaking Bad in 4K-Auflösung aufgetaucht. Netflix teilte dazu mit, dass der Fall untersucht werde. Unklar war, ob der Kopierschutz High-Bandwidth Digital Copy Protection (HDCP) nur umgangen oder tatsächlich gebrochen wurde. Neil Hunt, Chief Product Officer von Netflix hatte noch im September 2015 im Gespräch mit Golem.de erklärt, dies sei "nicht schockierend. Wir versuchen, unsere Inhalte preiswert für alle verfügbar zu machen." Er sehe für solche illegalen Netflix-Inhalte deswegen auch "kaum eine Nachfrage". So würden illegale Filmkopien in Australien weniger verbreitet, seit Netflix dort im März 2015 gestartet sei.

Golem Karrierewelt
  1. DP-203 Data Engineering on Microsoft Azure: virtueller Vier-Tage-Workshop
    24.-27.10.2022, virtuell
  2. Einführung in das Zero Trust Security Framework (virtueller Ein-Tages-Workshop)
    02.11.2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Unternehmenschef Reed Hastings hatte sogar noch im September 2013 erklärt, dass einige Torrent-Seiten einfach nur die Nachfrage in neuen Regionen stimulieren würden. Doch das war, bevor der Streaming-Anbieter sein Angebot in 130 neuen Landesmärkten startete.

Das Unternehmen werde mit Technologien der Filmstudios sein Vorgehen gegen Proxys verstärken, kündigte Netflix-Chef Reed Hastings im Januar 2016 an. In den nächsten Wochen werde es mit Proxy-Servern und Mechanismen zur Umgehung von Zugriffsbeschränkungen nicht mehr möglich sein, auf Inhalte zuzugreifen, die in der eigenen Region nicht verfügbar sind. Dies geschieht auf Druck der Filmstudios, die sich durch Geoblocking höhere Gewinne versprechen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


der_wahre_hannes 23. Mär 2016

Also gehst du auch ins Kino ohne zu bezahlen? Denn welcher Schaden entsteht denn...

The_Soap92 23. Mär 2016

.... sich hier viele beschweren dass Ihnen eine illegale Form der Unterhaltung entzogen...

der_wahre_hannes 23. Mär 2016

Das stimmt auffallend, deshalb habe ich das auch nie behauptet. Deine Aussage war ja...

der_wahre_hannes 23. Mär 2016

Dann schaust du die falschen Filme. :P Wobei, ich hatte es neulich auch bei einer recht...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Core-i-13000
Intel präsentiert Raptor Lake mit bis zu 5,8 GHz

Auf der Innovation hat Intel die 13. Core Generation vorgestellt. Kernzahl, Takt und Effizienz sollen deutlich steigen.

Core-i-13000: Intel präsentiert Raptor Lake mit bis zu 5,8 GHz
Artikel
  1. Ukrainekrieg: Meta stoppt ausgefeilte russische Desinformationskampagne
    Ukrainekrieg
    Meta stoppt ausgefeilte russische Desinformationskampagne

    Gefakte Webseiten deutscher Medien machen Stimmung gegen die Russland-Sanktionen. Die falschen Artikel wurden über soziale Medien verbreitet.

  2. Star Wars: Lego bringt großes Set der Razor Crest aus The Mandalorian
    Star Wars
    Lego bringt großes Set der Razor Crest aus The Mandalorian

    Aus fast 6.200 Teilen besteht das große Lego-Set der Razor Crest. Sie ist teuer, nicht aber für ein Star-Wars-Set.

  3. Creative Commons, Pixabay, Unsplash: Rechtliche Fallstricke bei Gratis-Stockfotos
    Creative Commons, Pixabay, Unsplash
    Rechtliche Fallstricke bei Gratis-Stockfotos

    Pixabay, Unsplash, CC ermöglichen eine gebührenfreie Nutzung kreativer Werke. Vorsicht ist dennoch geboten: vor Abmahnmaschen, falschen Quellenangaben, unklarer Rechtslage.
    Eine Analyse von Florian Zandt

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • AMD Ryzen 7000 jetzt bestellbar • CyberWeek: PC-Tower, Cooling & Co. • Günstig wie nie: Asus RX 6700 XT 539€, Acer 31,5" 4K 144 Hz 899€, MSI RTX 3090 1.159€ • AMD Ryzen 7 5800X 287,99€ • Xbox Wireless Controller 49,99€ • MindStar (Gigabyte RTX 3060 Ti 522€) [Werbung]
    •  /