Google-Suche: Cloudflare automatisiert Signed Exchanges als AMP-Ersatz

Eine Google-Technik ermöglicht die signierte Weitergabe von Web-Inhalten unabhängig vom Originalserver. Cloudflare generiert diese nun auf Wunsch.

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Signed Exchanges sollen es ermöglichen, Webseiten signiert als Paket weiterreichen zu können.
Signed Exchanges sollen es ermöglichen, Webseiten signiert als Paket weiterreichen zu können. (Bild: Pixabay)

Der IT- und Webdienstleister Cloudflare bietet seinen Kunden die Nutzung der sogenannten Signed Exchanges, die mit nur einem Klick aktiviert werden können. Die von Google initiierte Technik wird seit mehr als zwei Jahren im Chrome-Browser unterstützt. Der Cloudflare-Chef Matthew Prince preist die Technik als mittelfristigen Ersatz für das Google-dominierte AMP. Webseitenbetreiber sollen damit das Laden ihrer Seiten beschleunigen können sowie bessere SEO-Ergebnisse erzielen.

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Mit Hilfe der Signed Exchanges soll nicht nur der Inhalt von Webseiten portabel gemacht werden, sondern vor allem die Integrität und Quellenangabe des Originals gewährleistet werden. Wie der Name sagt, können Webseitenbetreiber mit Hilfe der Technik einzelne HTTP-Exchanges wie ein Request-Response-Paar signieren und dies dann weiterreichen.

Der Browser lädt die signierten Inhalte unabhängig davon, wie sie verteilt werden, da die Herkunft dank der Signatur gesichert ist. Google schrieb zur Ankündigung, dass das Verteilen der Inhalte darüber ähnlich wie bei einem CDN beschleunigt werden kann, ohne aber die Kontrolle über den privaten Schlüssel des eigenen Zertifikats abgeben zu müssen.

Im Fall von Cloudflare kann dies dazu eingesetzt werden, dass etwa ein Webseiten-Crawler nicht die eigentliche Seite ausgeliefert bekommt, sondern die Signed Exchanges, die wiederum etwa in einer Suchmaschine vorgehalten werden können. Wird dies letztlich bei einer Suche als Ergebnis angezeigt, kann der Browser den Inhalt schneller laden als bisher, so zumindest die Idee.

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Cloudflare-Kunden sollen sich dabei nicht um die Infrastruktur zum Erstellen der Signed Exchanges kümmern müssen. Langfristig könnte die Technik gemeinsam mit dem sogenannten Webpackage dazu dienen, eine Art portable Offline-Anzeige ganzer Webseiten zu erstellen. Denkbar wäre laut dem Blogpost etwa, Links auf Webseiten mit Hilfe der Technik bereits im Cache zu laden und diese bei einem Klick darauf schlicht schneller anzeigen zu können.

Die Entwicklungsteams von Apples Safari und Mozillas Firefox wollen die Signed Exchanges nicht umsetzen. Mozilla bezeichnet die Technik gar als "gefährlich", da damit das bisherige Sicherheitsmodell des Web unterlaufen werde. Das bezieht sich jedoch explizit auf die bisher umgesetzte Technik, nicht auf die prinzipielle Idee, die durchaus nützlich sein könnte.

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