Google Stitch: UI von Websites und Apps mit Stimme und KI entwerfen
Google Labs hat ein umfassendes Update für Stitch(öffnet im neuen Fenster) vorgestellt. Das KI-gestützte Interface-Tool(öffnet im neuen Fenster) ist nun nicht mehr zum klassischen Wireframing gedacht. Das Team setzt jetzt auf das Konzept Vibe Design: Nutzer beschreiben ein Ziel, ein Gefühl oder eine visuelle Referenz, und das System baut daraus hochauflösende Interface-Designs.
Ein Canvas für Skizze und Prototyp zugleich
Die sichtbarste Neuerung ist ein komplett überarbeitetes Interface. Stitch arbeitet jetzt auf einer unendlichen Leinwand (Canvas), die Text, Bilder und Code als Eingabe akzeptiert und Brainstorming sowie Prototypen in einem einzigen Arbeitsbereich zusammenführt. Ergänzt wird das durch einen Agent Manager, der mehrere Designrichtungen parallel verwalten und deren Entwicklung nachverfolgen soll.
Wie funktioniert Vibe Design mit Designsystemen?
Neu eingeführt wird Design.md – eine Markdown-Datei, die Designregeln in einem Format speichert, das KI-Agenten direkt lesen und anwenden können. Nutzer können ein Designsystem aus jeder URL extrahieren und die Regeln in andere Stitch-Projekte oder externe Coding-Tools exportieren. Wer will, kann natürlich sein gewünschtes Designsystem auch selbst beschreiben. Dazu kommt ein Instant-Prototyping-Modus, der statische Screens verbindet und im Play-Modus testbar macht – inklusive automatisch generierter Folgeansichten auf Basis von Nutzerinteraktionen.
MCP, Exporte und Spracheingabe
Stitch bekommt eine Spracheingabe, über die Nutzer direkt mit dem Canvas interagieren können – etwa um Farbvarianten anzufragen, Designkritik zu üben oder neue Bereiche zu generieren. Auf der Entwicklerseite verbindet sich Stitch über einen MCP-Server und ein SDK mit anderen Tools und lässt sich in Umgebungen wie AI Studio exportieren. Der Export in Figma und Jules ist angedacht, funktionierte aber in unserem Testszenario noch nicht.
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