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Google: Stadia hat auf Horror und Harmonix-Musikspiel verzichtet

Ein Gruselabenteuer von Hideo Kojima und weitere Projekte von Starentwicklern hat Google abgelehnt - die Spiele könnten woanders auftauchen.
/ Peter Steinlechner
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Artwork von Journey to the Savage Planet (Bild: Google)
Artwork von Journey to the Savage Planet Bild: Google

Anfang Februar 2021 hat Google die Entwicklung eigener Computerspiele für Stadia beendet. Nun wird immer mehr darüber bekannt, dass auch vielversprechende Games von externen Studios gestoppt wurden. Darunter soll auch ein Episoden-Horrorspiel von Stardesigner Hideo Kojima (Metal Gear, Death Stranding) gewesen sein.

Kojima hatte im Sommer 2020 laut Games Radar(öffnet im neuen Fenster) in einem Interview gesagt, dass für eines seiner wichtigsten Projekte gerade das Aus gekommen sei - weitere Details hatte er nicht genannt. Bei dem Titel könnte es sich um das für Stadia geplante Spiel handeln.

Auch vielversprechende neue Vorhaben von Yu Suzuki (Outrun, Shenmue) und von Francois Pelland (Splinter Cell, Assassin's Creed) seien gestoppt worden. Ebenso von Google abgeschossen wurde laut Berichten unter anderem bei Videogames Chronicle(öffnet im neuen Fenster) ein fast fertiges Musikspiel von Harmonix (Rock Band).

"Journey" von Google gekauft

Sogar einen internen Titel habe Google kurzfristig beendet: die Fortsetzung von Journey To The Savage Plane. Der erste Teil wurde bei einem lange Jahre selbstständigen Team entwickelt, das kurz vor der Veröffentlichung von Google gekauft wurde.

Es wäre eine Überraschung, wenn einzelne Ideen oder das Spiel von Harmonix nicht bei anderen Publishern erscheinen würden. Google hat den Bericht gegenüber US-Medien mit auffällig vage formulierten Erklärungen kommentiert - die Statements klingen nur auf den ersten Blick wie Dementi.

Journey to the Savage Planet - Trailer
Journey to the Savage Planet - Trailer (00:30)

Google hatte am 2. Februar 2021 eine grundsätzliche Neuausrichtung von Stadia bekanntgegeben: Statt eigene Games zu entwickeln oder exklusive Inhalte von Partnern anzubieten, soll der Spielestreamingdienst mehr oder weniger ein weiterer Vertriebskanal sein. Google will sich nun auf den Ausbau der hauseigenen Technologien und die Reichweite konzentrieren.

Bloomberg schreibt in einem Bericht(öffnet im neuen Fenster) , dass so gut wie alle der bereits angestellten Entwickler von der Strategieänderung überrascht wurden, selbst hochrangige Manager seien vorab nicht informiert worden.

Dabei habe es schon Überlegungen für Titel gegeben, die nur mit den Systemen von Stadia funktioniert hätten.

Genannt wird eine Mischung aus Google Assistant und dem Spielprinzip von Tamagotchi: Die Spieler hätten dann wohl per Sprachsteuerung mit virtuellen Kreaturen in Kontakt treten können.


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