Google: Spielentwickler kritisieren Stadia

Der Vertrieb über den Spielestreamingdienst Stadia lohnt sich für unabhängige Entwickler offenbar nicht. Laut einem Medienbericht gibt es außerdem schlicht zu wenig Nutzer und Vertrauen in die langfristigen Pläne von Google.

Artikel veröffentlicht am ,
Entwickler probieren Stadia auf der GDC 2019 aus.
Entwickler probieren Stadia auf der GDC 2019 aus. (Bild: Justin Sullivan/Getty Images)

Unabhängige Entwickler verdienen zu wenig Geld, wenn ihre Games von Google über den Spielestreamingdienst Stadia vertrieben werden. Das hat Business Insider aus einer Reihe von Studios gehört - Namen werden nicht genannt. Eines der Probleme sei, dass Google den Entwicklern keine nennenswerten finanziellen Anreize biete. Die Summen seien "so niedrig, dass sie in den Gesprächen nicht weiter Thema waren", wird ein Spielemacher zitiert.

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Die Entwickler von Indiegames haben zwar schon länger aus mehreren Gründen ernsthafte Probleme, ausreichende Stückzahlen zu verkaufen. Aber was den Umgang mit Plattformen angeht, sind sie einen anderen Umgang als bei Stadia gewohnt: Insbesondere der Epic Games Store bietet teils hohe Summen für Exklusivspiele - und auch wenn der Vertrieb technisch anders abläuft, ist das doch direkte Konkurrenz für Stadia.

Außerdem gebe es laut dem Bericht auf Business Insider bei Stadia einen viel zu kleinen Kundenstamm. Das dürfte auch daran liegen, dass das kostenlos zugängliche Stadia Base noch nicht verfügbar ist und Spielestreamer ein Abo benötigen. Wann Base startet, hat Google noch immer nicht verraten. Es soll irgendwann 2020 so weit sein.

Allerdings gibt es wohl auch Zweifel, ob sich Google langfristig bei Stadia engagiert. Das Unternehmen hat den Ruf, immer wieder Sachen auszuprobieren, sie bei nur mäßigem Erfolg aber nur noch halbherzig zu betreiben oder sie wieder einzustellen - das soziale Netzwerk Google Plus ist nur das bekannteste von vielen Beispielen.

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Ein Sprecher von Google hat auf die Vorwürfe gesagt, dass man im Gespräch mit Entwicklern durchaus positive Rückmeldungen erhalte. Außerdem hätten viele Studios ihre Projekte schlicht noch nicht vorgestellt. Das hätte zumindest zum Teil auf der nun verschobenen Game Developers Conference im März 2020 geschehen können.

Google hat erst Mitte Februar 2020 die Stadia-Unterstützung für neuere Smartphones von Samsung fertiggestellt. Das dürfte die Anzahl der Nutzer, die den Dienst zumindest theoretisch verwenden können, erheblich erweitern. Bereits Anfang 2020 hatte Google angekündigt, dass bis Jahresende mindestens 120 Games für den Dienst erscheinen sollen, darunter zehn zeitexklusive - welche, ist noch nicht bekannt.

Kunden müssen die Spiele bei Stadia ähnlich wie bei Steam oder dem Epic Games Store kaufen. Die Spiele kosten so viel wie auf den meisten anderen Plattformen, also bei Vollpreistiteln rund 60 bis 70 Euro.

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Anonymer Nutzer 03. Mär 2020

Du willst es nicht hören aber ja, deine Steam Bibliothek kann und wird irgendwann auch...

BlindSeer 03. Mär 2020

Portierbare Savegames wären schon nett, wenn man den Service beendet (oder wie Dead...

ip_toux 02. Mär 2020

Ja die Stores sind gekoppelt, ist bei mir auch so, könnte wenn ich wollte auf YouTube...

Hotohori 02. Mär 2020

+1 Gerade bei Google sollte man aufpassen und nicht blind auf Versprechen hören.

wanne 02. Mär 2020

Business Insider interessiert sich für kleine klitschen? Ah das klingt schon...



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