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Google: SPDY offiziell in Apache-Webserver integriert

Das bisher von Google gepflegte Apache-Modul für das SPDY-Protokoll ist nun offizieller Teil des Webservers. Das Modul soll Kernbestandteil der Version 2.4 und kommender Veröffentlichungen werden.
/ Sebastian Grüner
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Der Apache Webserver unterstützt nun offiziell das SPDY-Protokoll. (Bild: Apache Software Foundation)
Der Apache Webserver unterstützt nun offiziell das SPDY-Protokoll. Bild: Apache Software Foundation

Google hat das bisher selbst gepflegte Modul zur Unterstützung von SPDY im Apache-Webserver dem Apache-Projekt gespendet(öffnet im neuen Fenster) . Vor viereinhalb Jahren gab Google erstmals Details zu seinem HTTP-Nachfolger SPDY bekannt, der zu großen Teilen von der IETF als Grundlage für HTTP/2.0 verwendet worden ist.

Der Code befindet sich bereits in den offiziellen Quellen(öffnet im neuen Fenster) der Apache Software Foundation (ASF). Noch kann das Modul zwar nur stabil mit Version 2.2 des Servers verwendet werden, es solle aber auch "Bestandteil von 2.4 werden, und natürlich auch von 2.6/3.0" , sagte ASF-Mitbegründer und Vorstandsmitglied Jim Jagielski.

Die Entwickler erhoffen sich von dem Schritt eine weitere Verbreitung unter Nutzern des Webservers. Zudem soll die Spende auch den Weg für HTTP/2.0 ebnen. Da das Modul nun offizieller Teil des Servers ist, sollen auch die Multiplexing-Funktionen der Protokolle besser in den Kern der Software eingepflegt werden können.

SPDY als HTTP-Zukunft

SPDY bildete die Grundlage der Revision von HTTP, die Webverbindungen vor allem beschleunigen sollte. Zwar erweiterte die IETF die ursprüngliche Spezifikation in dem üblichen Diskussionsprozess, doch habe dieses Vorgehen das Projekt HTTP/2.0 nicht besonders vorangebracht.

Letzteres behauptete zumindest der an den Entwürfen beteiligte FreeBSD-Entwickler Poul-Henning Kamp, der die Community vor wenigen Wochen zu einem kompletten Neuanfang aufrief. Dazu wird es wahrscheinlich aber nicht kommen, weshalb davon auszugehen ist, dass das auf SPDY aufbauende HTTP/2.0 eventuell sogar schon in diesem Jahr offiziell verabschiedet wird.

Neben Apache und dem ebenfalls freien Server Nginx wird SPDY in den gängigen verfügbaren Browsern wie Chrome, Firefox, Opera und dem Internet Explorer unterstützt. Für Safari ist die Unterstützung für die kommenden Versionen iOS 8 sowie OS X 10.10 alias Yosemite angekündigt. Viele Webdienste wie natürlich die von Google, aber auch Facebook, Wordpress.com oder auch Cloudflare verwenden das Protokoll ebenfalls.


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