Abo
  • Services:
Anzeige
Das Keystore-Sicherheitsloch wurde in Android 4.4 geschlossen.
Das Keystore-Sicherheitsloch wurde in Android 4.4 geschlossen. (Bild: Nestlé)

Google: Sicherheitslücke in Androids Schlüssel-Verwaltung

Die Schlüsselverwaltung von Android weist ein Sicherheitsloch auf. Der Fehler ist bereits korrigiert, aber nur in der aktuellen Android-Version. Die Mehrheit der Android-Nutzer ist weiterhin gefährdet.

Anzeige

Im Keystore-Dienst von Android haben Sicherheitsexperten von IBM Security Systems eine Sicherheitslücke entdeckt. Der Fehler erlaubt es Angreifern, an die in Android hinterlegten Sicherheitsschlüssel zu gelangen. Damit können sie unter anderem Zugang zu vertraulichen Kennwörtern erlangen. Zum Ausnutzen der Sicherheitslücke müssen Angreifer ihre Opfer verleiten, eine manipulierte App auszuführen.

Angriff per Android-App möglich

Die kompromittierte App muss allerdings einige Sicherheitsvorkehrungen überwinden, damit das Keystore-Sicherheitsloch ausgenutzt werden kann, so dass die Gefahr eines Angriffs gering sein dürfte. Denn um an die Keystore-Daten zu gelangen, müssen sowohl die Datenausführungsverhinderung (Data Execution Prevention, DEP) als auch die Sicherheitsfunktion Address Space Layout Randomization (ASLR) umgangen werden. ASLR soll verhindern, dass Angriffe über Pufferüberläufe möglich sind.

Nach Angaben der IBM-Experten wurde der Fehler Anfang September 2013 bemerkt und sofort vertraulich an Google gemeldet. Im November 2013 hatte Google bestätigt, dass es ein Update geben werde. Die Sicherheitsforscher haben mit der Bekanntgabe der Sicherheitslücke gewartet, bis das Update erschienen und einigermaßen verbreitet ist. Der Fehler wurde in Android 4.4 alias Kitkat beseitigt, das zwar schon vor vielen Monaten erschienen ist. Jedoch läuft Kitkat nur auf wenigen Android-Geräten.

Das Sicherheitsloch ist in allen älteren Android-Versionen, die eine Versionsnummer gleich oder kleiner als 4.3 tragen, weiterhin aktiv. Nach Erhebungen von Anfang Juni 2014 zu schließen, betrifft das 86,4 Prozent aller Android-Geräte, denn der Anteil an Geräten mit Android 4.4 lag bei lediglich 13,6 Prozent.

Neue Play-Dienste versprechen eine erhöhte Sicherheit

Künftig will Google auf solche Sicherheitslücken besser reagieren können: Mit der Bereitstellung der Play-Dienste 5.0 wird es möglich werden, dass Google Sicherheits-Patches unabhängig von der Firmware verteilt. Bisher musste dazu das gesamte Betriebssystem aktualisiert werden. Weil Google Sicherheitslücken üblicherweise nur in aktuellen Android-Versionen korrigiert, bleiben viele Geräte ungepatcht.

Allerdings ist noch unklar, ob Google nur künftige Sicherheits-Patches über die Play-Dienste 5.0 verteilt oder auch frühere.

Erst kürzlich wurde bekannt, dass viele Android-Apps geheime Schlüssel preisgeben. Tausende Android-Apps betten eigentlich geheime Zugangsschlüssel direkt in ihren Quellcode ein. Mit Hilfe der Schlüssel können Angreifer an private Daten von App-Nutzern kommen oder die Server-Infrastruktur der Entwickler übernehmen.


eye home zur Startseite
entonjackson 01. Jul 2014

Das sagt soviel, dass Nexusse nicht wirklich einen Mehrwert haben, solange ein Gerät...

b1n0ry 30. Jun 2014

Es ist doch immer das selbe... 99% dieser wöchentlich gemeldeten Sicherheitslücken setzen...

Yes!Yes!Yes! 30. Jun 2014

Allein schon wegen der Updates bleibe ich bei Nexus.



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Jobware Online-Service GmbH, Paderborn (Home-Office möglich)
  2. über JobLeads GmbH, Nürnberg
  3. Diehl Metering GmbH, Nürnberg
  4. BG-Phoenics GmbH, München


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 7,99€
  2. 11,99€
  3. (-65%) 6,99€

Folgen Sie uns
       


  1. Windows 10 Mobile

    Creators Update für Smartphones wird verteilt

  2. Europa

    700-MHz-Band soll Mobilfunk verbessern

  3. Altes Protokoll

    Debian-Projekt stellt FTP-Server ein

  4. Webserver

    Nginx 1.13 erscheint mit TLS-1.3-Support

  5. Europäischer Gerichtshof

    Streaming aus illegalen Quellen ist rechtswidrig

  6. Cryogenic Memory

    Rambus arbeitet an tiefgekühltem Quantenspeicher

  7. Bonaverde

    Von einem, den das Kaffeerösten das Fürchten lehrte

  8. Festo

    Der Octopus Gripper nimmt Objekte in den Schwitzkasten

  9. Microsoft

    "Es gilt, die Potenziale von Mädchen zu fördern"

  10. Hochschulen

    Ein Drittel mehr Informatik-Studienanfängerinnen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
In eigener Sache: Die Quanten kommen!
In eigener Sache
Die Quanten kommen!
  1. In eigener Sache Golem.de führt kostenpflichtige Links ein
  2. In eigener Sache Golem.de sucht Marketing Manager (w/m)
  3. In eigener Sache Golem.de geht auf Jobmessen

Akkutechnik: Was, wenn nicht Lithium?
Akkutechnik
Was, wenn nicht Lithium?
  1. Geländekauf in Nevada Google wird Nachbar von Teslas Gigafactory
  2. Lagerverkehr Amazon setzt auf Gabelstapler mit Brennstoffzellen
  3. Lithium-Akkus Durchbruch verzweifelt gesucht

Elektromobilität: Wie kommt der Strom in die Tiefgarage?
Elektromobilität
Wie kommt der Strom in die Tiefgarage?
  1. Elektroauto Opel Ampera-E kostet inklusive Prämie ab 34.950 Euro
  2. Elektroauto Volkswagen I.D. Crozz soll als Crossover autonom fahren
  3. Sportback Concept Audis zweiter E-tron ist ein Sportwagen

  1. Re: War überfällig

    Dwalinn | 15:46

  2. Re: Nach dem soundblaster überflüssig geworden sind

    moppi | 15:45

  3. Re: Getrennt unterrichten?

    Natanji | 15:45

  4. Re: Die Vorstufe zum Klarnamen

    Prinzeumel | 15:44

  5. Re: Humble Mobile Bundle

    Friko44 | 15:44


  1. 14:56

  2. 14:38

  3. 14:18

  4. 13:07

  5. 12:47

  6. 12:45

  7. 12:07

  8. 12:04


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel