Abo
  • Services:
Anzeige
Selbstfahrendes Auto von Uber
Selbstfahrendes Auto von Uber (Bild: Justin Sullivan/Getty Images)

Google-Roboterwagen: Uber wehrt sich gegen Vorwurf des Technologiediebstahls

Selbstfahrendes Auto von Uber
Selbstfahrendes Auto von Uber (Bild: Justin Sullivan/Getty Images)

Uber hat sich zum Rechtsstreit mit Google geäußert und den Vorwuf des Technologiediebstahls zurückgewiesen. Die Klage gewährt Einblicke in einige Arbeitsweisen der Firmen.

Uber hat vor Gericht den Vorwurf zurückgewiesen, seine selbstfahrenden Testwagen seien mit gestohlener Technologie der Google-Roboterautos unterwegs. Die Google-Schwesterfirma Waymo wollte vor rund sechs Wochen eine einstweilige Verfügung gegen Uber erreichen, das das Roboterwagen-Programm des Fahrdienst-Vermittlers hätte lähmen können. Nun hat Uber erstmals ausführliche Argumente zur Verteidigung gegen die Waymo-Klage vorgelegt.

Anzeige

Im Mittelpunkt des Streits steht Ubers Roboterwagen-Chef Anthony Lewandowski. Er war früher jahrelang ein zentraler Kopf bei Googles Projekt für selbstfahrende Autos, insbesondere bei der Entwicklung von Laser-Radaren, mit denen die Wagen ihre Umgebung erfassen. Waymo behauptet, Lewandowski habe vor dem Abgang bei dem Internetkonzern Ende 2015 rund 14.000 geschützte Dateien mit vertraulichen Informationen über die Google-Roboterautos heruntergeladen.

Lewandowski gründete Anfang vergangenen Jahres die eigene Firma Otto, die wenige Monate später von Uber für 680 Millionen US-Dollar gekauft wurde. Waymo behauptet auch, dass es seit den Otto-Anfängen Kontakte zwischen Uber und Lewandowski gegeben habe - und dass er auch bei der weiteren Firma Tyto Lidar mitgemischt habe, die ebenfalls in Otto und Uber aufging.

Der zuständige Richter William Alsup sprach damals in einer Anhörung von den stärksten Vorwürfen, die er in 42 Jahren gehört habe. Lewandowski will sich nicht äußern und von seinem Recht Gebrauch machen, die Aussage zu verweigern.

Uber erklärte nun nach einer mehrwöchigen Prüfung: "Um es klar zu sagen, Uber hatte die 26 Geschäftsgeheimnisse oder die 14.000 Dateien, die Lewandowski laut Waymo heruntergeladen hatte, nie in seinem Besitz und setzte sie nie ein." Der Fahrdienst-Vermittler habe bereits seit 2015 an eigenen Laser-Radaren gearbeitet und auch fertige Module des Anbieters Velodyne eingesetzt.

Die Klage von Waymo sei ein Versuch, einen Rivalen zu bremsen. Im Großteil der 32-seitigen Antwort erklärte Uber, wie sich die technischen Details der Eigenentwicklung von Waymos Laser-Radaren unterscheiden und dass sie keine Geschäftsgeheimnisse oder Patente verletzen.

Ein interessantes Detail ist, dass Uber für die Entgegnung 86 frühere Waymo-Mitarbeiter befragen ließ - was ein Bild von dem Ausmaß des Wechsels gibt. Waymo verklagte Uber und Otto, aber nicht Lewandowski persönlich. Wie jetzt bekanntwurde, wollte der Internetkonzern ihn bereits im Herbst vor das Schiedsgericht zerren, weil er mit dem Abwerben von Waymo-Mitarbeitern gegen die Regelungen seines Arbeitsvertrages verstoßen habe.


eye home zur Startseite



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Saacke GmbH, Bremen
  2. Bundeskriminalamt, Wiesbaden
  3. LEONEX Internet GmbH, Paderborn
  4. Bosch Rexroth AG, Stuttgart-Bad Cannstatt


Anzeige
Top-Angebote
  1. 0,00€
  2. (heute u. a. Nintendo Handhelds und Spiele, Harry Potter und Mittelerde Blu-rays, Objektive, Lenovo...

Folgen Sie uns
       


  1. Star Wars - Die letzten Jedi

    Viel Luke und zu viel Unfug

  2. 3D NAND

    Samsung investiert doppelt so viel in die Halbleitersparte

  3. IT-Sicherheit

    Neue Onlinehilfe für Anfänger

  4. Death Stranding

    Kojima erklärt Nahtodelemente und Zeitregen

  5. ROBOT-Angriff

    19 Jahre alter Angriff auf TLS funktioniert immer noch

  6. Bielefeld

    Stadtwerke beginnen flächendeckendes FTTB-Angebot

  7. Airspeeder

    Alauda plant Hoverbike-Rennen

  8. DisplayHDR 1.0

    Vesa definiert HDR-Standard für Displays

  9. Radeon-Software-Adrenalin-Edition

    Grafikkartenzugriff mit Smartphone-App

  10. Datentransfer in USA

    EU-Datenschützer fordern Nachbesserungen beim Privacy Shield



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Thinkpad X1 Yoga v2 im Test: LCD gegen OLED
Thinkpad X1 Yoga v2 im Test
LCD gegen OLED

Samsung Gear Sport im Test: Die schlaue Sportuhr
Samsung Gear Sport im Test
Die schlaue Sportuhr
  1. Wearable Fitbit macht die Ionic etwas smarter
  2. Verbraucherschutz Sportuhr-Hersteller gehen unsportlich mit Daten um
  3. Fitbit Ionic im Test Die (noch) nicht ganz so smarte Sportuhr

Minecraft Education Edition: Wenn Schüler richtig ranklotzen
Minecraft Education Edition
Wenn Schüler richtig ranklotzen

  1. Re: 25% ?

    Rulf | 22:54

  2. Re: Im Prinzip wie der 27UD88-W nur eben größer...

    TeK | 22:53

  3. Re: Eher das Gegenteil ist der Fall

    d0351t | 22:52

  4. Re: hab vor 2 wochen...

    Rulf | 22:49

  5. Re: völlig Banane

    Phantom | 22:45


  1. 18:40

  2. 17:11

  3. 16:58

  4. 16:37

  5. 16:15

  6. 16:12

  7. 16:01

  8. 15:54


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel