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Google+-Redesign: Whitespace-Humor und verärgerte Entwickler

Das neue Google+ -Layout zeigt auf großen Displays eine prominent platzierte große weiße Fläche – die provoziert genervte Kommentare, vor allem aber viele witzige Ideen zur Nutzung des Whitespace.
/ Christian Klaß
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Google+-Nutzer suchen kreative Lösungen für den Whitespace im Google+-Redesign. (Bild: Eric Tamez)
Google+-Nutzer suchen kreative Lösungen für den Whitespace im Google+-Redesign. Bild: Eric Tamez

Google+ sieht seit kurzem anders aus und das Redesign findet nicht jeder gut. Vor allem wird kritisiert, dass große Bildschirme bei maximiertem Browserfenster nicht ausgenutzt werden und Googles soziales Netzwerk auf ihnen verloren oder löchrig aussieht. Praktisch veranlagte Google+-Nutzer haben bereits Skripte wie den Whitespace-Remover for Google Plus(öffnet im neuen Fenster) oder GExtend(öffnet im neuen Fenster) geschrieben, die den Whitespace verringern, indem sie bestimmten Elementen etwas mehr Platz zur Verfügung stellen.

Mehr Energie fließt jedoch in humorvolle Lösungen für das Whitespaces-Problem ( #usesforwhitespace(öffnet im neuen Fenster) ) des neuen Layouts von Google+. So könnte etwa ein anderes Browserfenster innerhalb des Whitespace noch einmal Google+(öffnet im neuen Fenster) anzeigen, es könnte Facebook darübergelegt(öffnet im neuen Fenster) oder eine Topfpflanze an die richtige Stelle(öffnet im neuen Fenster) vor dem Display gestellt werden. Eine lebendige Katze(öffnet im neuen Fenster) tut es natürlich auch. Die weiße Fläche könnte als Ablage für Kopfhörer(öffnet im neuen Fenster) oder zur Auswertung von Röntgenbildern(öffnet im neuen Fenster) dienen oder für einen aufgeräumten Arbeitsplatz(öffnet im neuen Fenster) sorgen. Einer der Protagonisten von Game of Thrones(öffnet im neuen Fenster) könnte den Whitespace bewachen oder Microsofts altes Office-Maskottchen Karl Klammer (Clippy)(öffnet im neuen Fenster) freundlich aus dem Whitespace grüßen.

Eine Ursache für das Designkonzept könnte Googles fiktive Übernahme des bis dato unbekannten Unternehmens Whitespace sein, ein Google+-Nutzer hat sich die passende Pressemitteilung dazu(öffnet im neuen Fenster) ausgedacht. Diese Lösungen helfen aber wiederum denjenigen nicht, die auf sehr kleinen Displays arbeiten und eher das Gefühl haben, weniger als zuvor von Google+ sehen zu können.

Entwickler verärgert über plötzlichen Relaunch

Da der Google+-Relaunch für Probleme mit Google+Apps sorgen kann, gibt es aber nicht nur Kritik am neuen Aussehen. So ist etwa der freie Entwickler Mohamed Mansour extrem verärgert(öffnet im neuen Fenster) über die überraschende Veränderung – seine in den letzten zehn Monaten über zwei Millionen Mal heruntergeladenen kostenlosen Apps und Extensions funktionierten nun nicht mehr oder seien zumindest potenzielle Fehlerquellen – und würden so unnötig Frust auslösen.

Das neue Design von Google Plus (April 2012)
Das neue Design von Google Plus (April 2012) (01:21)

"Warum habt ihr euch nicht an die Entwickler gewandt und ihnen gesagt, dass eine große Veränderung kommt? Haben wir die Plattform nicht genug unterstützt, um zu erfahren, dass Dinge nicht mehr funktionieren werden?" , fragt Mansour. Nun gebe es auf Hunderttausenden von Rechnern Probleme beim Besuch von Google+, viele Fehlermeldungen würden gezeigt und hunderttausende Stunden harter Arbeit zunichte gemacht.

Als positives Gegenbeispiel nennt Mansour die Einführung der Facebook-Chronik (Timeline), die sich über Monate hinzog. Hier seien Entwickler lange genug vorgewarnt gewesen, um Anpassungen vorzunehmen. Auch die Nutzer wurden nicht überrascht und sie hatten anders als bei Google+ die Wahl, früher oder später zum neuen Layout zu wechseln. Da Mansour für seine Google+-Apps recht bekannt ist, hat die Diskussion unter seinem offenen Brief an Google mittlerweile einen enormen Umfang erreicht.


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