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Google Pixel Watch 5 im Kurztest: Sportuhr mit GPS aus der Cloud

Mehr Akku, genaueres GPS und neue KI-Funktionen: Die Pixel Watch 5 zeigt, wie wichtig Google Health für die Zukunft des Wearables ist.
/ Peter Steinlechner
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Von Google Health (App) bekannte Übersicht auf der Pixel Watch 5 (Bild: Peter Steinlechner / Golem)
Von Google Health (App) bekannte Übersicht auf der Pixel Watch 5 Bild: Peter Steinlechner / Golem

Rund und schick gewölbt: Die Pixel Watch 5 sieht ihren Vorgängern zum Verwechseln ähnlich – ich finde das gut, denn mir gefällt das Design. Davon abgesehen bietet die Sportuhr ein paar durchaus interessante Verbesserungen. Die wichtigsten Neuerungen betreffen das GPS, die Akkulaufzeit und das Zusammenspiel mit Fitbit Air und der neuen Google-Health-App.

Zusätzlich punktet die Pixel Watch 5 mit einem bis zu 3.000 Nits hellen Display, einem auf 64 GByte verdoppelten Speicher und einer tieferen On-Device-Integration von Gemini für schnelle KI-Funktionen im Alltag.

Ein ganz neues Konzept betrifft das GPS. Das war beim Vorgänger nur so mittelgut, nun verspricht Google eine deutlich höhere GPS-Genauigkeit, und zwar mithilfe der Cloud. Nach dem Speichern einer Aktivität werden die aufgezeichneten GPS-Daten an Google übertragen.

Das geschieht fast sofort nach dem Ende der Aktivität, die Sportuhr blendet währenddessen einen entsprechenden Hinweis ein. Anschließend gleichen Google-Server die Aktivität mit zusätzlichen Quellen ab, etwa dreidimensionalen Kartendaten, und die Strecke wird nachträglich korrigiert.

Tabelle 1517
Pixel Watch 5 - 45 mmPixel Watch 5 - 41 mm
Größe/Gewicht45 × 12,3 mm, 36,7 g41 × 12,3 mm, 31 g
Display1,43 Zoll, LTPO-AMOLED (320 ppi)1,27 Zoll, LTPO-AMOLED (320 ppi)
Helligkeitbis 3.000 cd/m²bis 3.000 cd/m²
Akku Always-on-Displaybis 40 Stundenbis 30 Stunden
Energiesparmodusbis 72 Stundenbis 48 Stunden
GPS-Aktivitätenrund 12 Stunden (geschätzt)rund 10 Stunden (geschätzt)
Speicher/Konnektivität64 GByte, WLAN oder LTE64 GByte, WLAN oder LTE

Tempo, Pace und Distanz bleiben unverändert. Die Optimierung betrifft ausschließlich die gespeicherte Route. Vor allem in Innenstädten, engen Straßenschluchten oder unter dichtem Blätterdach entstehen dadurch präzisere GPS-Spuren. Nach unserem Kenntnisstand werden die korrigierten Strecken erst auch in der Aktivitätsübersicht angezeigt und an Dienste wie Strava weitergegeben.

Genau dort traten im Test allerdings Probleme auf. Mehrfach wurden Aktivitäten zunächst gar nicht an Strava übertragen oder erschienen erst nach vielen Stunden. Ob es sich dabei um Kinderkrankheiten der neuen Synchronisierung oder um ein grundsätzliches Problem handelt, lässt sich nicht abschließend beurteilen.

Fitbit Air, Google Health und Health Guardian

Google baut außerdem sein Gesundheits-Ökosystem weiter aus. Die Pixel Watch 5 arbeitet enger mit Fitbit Air und der Google-Health-App zusammen. Schlafdaten, Belastung und Erholung werden automatisch zusammengeführt und gemeinsam ausgewertet. Der Datenabgleich erfolgt weitgehend im Hintergrund.

Im Herbst soll zudem der neue KI-Dienst Health Guardian starten. Das System analysiert Gesundheitsdaten über längere Zeiträume und soll unter anderem Veränderungen beim Blutdruck erkennen. Noch ist allerdings unklar, welche Funktionen in Deutschland tatsächlich verfügbar sein werden und welche zunächst nur in den USA starten.

Positiv fällt die neue Belastungsanalyse auf. Sie berücksichtigt nicht nur klassische Trainingseinheiten, sondern auch körperliche Aktivitäten im Alltag. Gleichzeitig zeigt sich aber auch, dass sich Googles Gesundheitsplattform noch im Umbau befindet. Mehrere KI-Funktionen werden erst in den kommenden Monaten freigeschaltet.

Die Pixel Watch 5 ist in 41 oder 45 mm erhältlich(öffnet im neuen Fenster). Beide Modelle werden wahlweise als WLAN- oder LTE-Version angeboten. Die Preise beginnen bei 420 Euro für die kleinere WLAN-Variante und reichen bis 550 Euro für die größere LTE-Ausführung.

Fazit

Die Pixel Watch 5 ist offensichtlich kein radikaler Neuanfang. Google verbessert stattdessen gezielt die Bereiche, in denen die Vorgänger am meisten Kritik einstecken mussten. Das optimierte GPS wirkt technisch interessant und könnte die Entwicklung von Fitnessuhren langfristig beeinflussen. Der Praxis-Mehrwert dürfte sich für die meisten Anwender aber in Grenzen halten.

Das Google-Health-Ökosystem ist richtig gut, aber halt noch nicht ganz fertig. Ich persönlich finde die (fehlende) Abgrenzung von Google Health, Fitbit und Health Guardian nicht nachvollziehbar, in der Praxis funktioniert aber alles. Schade, dass auch der im Zusammenspiel mit der Pixel Watch 5 sinnvolle KI-Coach nur im Abo (9 Euro/Monat) verfügbar ist.


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