Abo
  • IT-Karriere:

Google Photos: Klage gegen Sammeln von Gesichtsinformationen wird verworfen

Obwohl im US-Bundestaat Illinois stärkere Regeln gegen das ungefragte Sammeln von biometrischen Daten existieren, bleibt dieses Vorgehen für Google wohl weiterhin legal. Das Unternehmen erstellt Gesichtsprofile in Google Photos, um Bilder nach Personen zu durchsuchen. Das ist standardmäßig aktiviert.

Artikel veröffentlicht am ,
Google Photos erstellt Gesichtsprofile für Suchanfragen.
Google Photos erstellt Gesichtsprofile für Suchanfragen. (Bild: Pixabay.com/CC0 1.0)

Der US-Bundesstaat Illinois hat eine Klage gegen Google verworfen. In besagtem Fall wurde dem Suchmaschinenanbieter vorgeworfen, unzulässig Informationen über die Gesichter von Kunden gesammelt und genutzt zu haben. Das betroffene Programm ist Google Photos, welches anhand eines Gesichtserkennungsalgorithmus Bilder nach Personen durchsuchen kann. Der Konflikt: Das verstoße gegen den Illinois Biometric Information Privacy Act, der nur in dieser Region durchgesetzt wird. Das Gesetz verbietet die Nutzung biometrischer Daten von Nutzern ohne deren Einwilligung, berichtet der US-Nachrichtendienst Bloomberg.

Stellenmarkt
  1. Technische Universität Berlin, Berlin
  2. Voith Group, Heidenheim an der Brenz, York (USA), Sao Paulo (Brasilien), Västerås (Schweden)

Allerdings habe das Gericht keine "handfesten Beweise" gegen Google gehabt, um die Anklage durchsetzen zu können. Laut eigenen Aussagen nutze das Unternehmen Gesichtsinformationen nur für die besagte Funktion in der Photos-App. Eine Weitergabe dieser Informationen an Drittanbieter streitet Google ab. Zudem gibt es keine Beweise, die diese Aussage widerlegen. Ein Problem ist dabei, dass die Funktion standardmäßig aktiviert ist. Nutzer müssen sie aktiv ausschalten und geben daher teilweise unbemerkt ihre biometrischen Daten an das Unternehmen weiter.

Außer Aufregung kein Schaden

Allerdings haben die Kläger wohl vor Gericht ausgesagt, dass sie "keine finanziellen, physischen oder emotionalen Schäden davongetragen haben, bis auf den Fakt, dass sie sich über die unautorisierte Datensammelei aufregen". Das sei nicht genug, um eine Klage zu rechtfertigen.

Eric Goldmann, Professor für Recht, kommentiert den Fall auf seinem Blog ausführlich. Im Gegensatz zu Facebook sei Googles Nutzung von biometrischen Daten in einer bestimmten Art hilfreich, da sie bei der Fotosuche helfe. Facebook hingegen habe Personen automatisiert in öffentlichen Fotos markiert und sie damit ohne Einwilligung der betroffenen Menschen dritten Parteien preisgegeben. Googles Informationen bleiben privat - zumindest in der Theorie.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Nikon D5600 Kit 18-55 mm + Tasche + 16 GB für 444€ statt 525€ ohne Tasche und...
  2. (heute u. a. iRobot Roomba 960 für 399€ statt ca. 460€ im Vergleich)
  3. 399€ + Versand oder kostenlose Marktabholung (Vergleichspreis ab 443€)

chefin 02. Jan 2019

Es ist in der von Google betriebenen Form legal. Auch für Google gilt wie für dich die...

schap23 02. Jan 2019

... kann ich dann die dafür verantwortlichen Rechtsanwälte auf Schadensersatz verklagen...


Folgen Sie uns
       


Radeon RX 5700 (XT) - Test

Die Navi-10-Grafikkarten schlagen die Geforce RTX 2060(S), benötigen aber etwas mehr Energie und unterstützen kein Hardware-Raytracing, dafür sind sie günstiger.

Radeon RX 5700 (XT) - Test Video aufrufen
Google Game Builder ausprobiert: Spieldesign mit Karten statt Quellcode
Google Game Builder ausprobiert
Spieldesign mit Karten statt Quellcode

Bitte Bild wackeln lassen und dann eine Explosion: Solche Befehle als Reaktion auf Ereignisse lassen sich im Game Builder relativ einfach verketten. Der Spieleeditor des Google-Entwicklerteams Area 120 ist nicht nur für Einsteiger gedacht - sondern auch für Profis, etwa für die Erstellung von Prototypen.
Von Peter Steinlechner

  1. Spielebranche Immer weniger wollen Spiele in Deutschland entwickeln
  2. Aus dem Verlag Neue Herausforderungen für Spieler und Entwickler

Nachhaltigkeit: Jute im Plastik
Nachhaltigkeit
Jute im Plastik

Baustoff- und Autohersteller nutzen sie zunehmend, doch etabliert sind Verbundwerkstoffe mit Naturfasern noch lange nicht. Dabei gibt es gute Gründe, sie einzusetzen, Umweltschutz ist nur einer von vielen.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Autos Elektro, Brennstoffzelle oder Diesel?
  2. Energie Wo die Wasserstoffqualität getestet wird
  3. Energiespeicher Heiße Steine sind effizienter als Brennstoffzellen

Noise Cancelling Headphones 700 im Test: Boses bester ANC-Kopfhörer sticht Sony vielfach aus
Noise Cancelling Headphones 700 im Test
Boses bester ANC-Kopfhörer sticht Sony vielfach aus

Bose schafft mit seinen neuen Noise Cancelling Headphones 700 eine fast so gute Geräuschreduzierung wie Sony und ist in manchen Punkten sogar besser. Die Kopfhörer haben uns beim Testen aber auch mal genervt.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Bose Frames im Test Sonnenbrille mit Musik
  2. Noise Cancelling Headphones 700 ANC-Kopfhörer von Bose versprechen tollen Klang
  3. Frames Boses Audio-Sonnenbrille kommt für 230 Euro nach Deutschland

    •  /