Google-Patent: So sollen autonome Autos mit Fußgängern kommunizieren

Autonome Autos sollen laut einem Patent Googles künftig über Displays an den Außenseiten des Fahrzeugs mit Fußgängern und anderen Verkehrsteilnehmern kommunizieren. Das wirft neue Fragen auf.

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Auto kommuniziert über Displays mit Fußgängern.
Auto kommuniziert über Displays mit Fußgängern. (Bild: Nissan)

Sollte es wirklich einmal autonome Autos geben, die ohne Zutun des Fahrers zum Ziel finden, stellt sich die Frage, wie diese mit anderen Verkehrsteilnehmern kommunizieren. Winkt das Roboterauto Fußgänger über die Straße? Kann es einem Radfahrer anzeigen, dass es die Vorfahrt abgibt, und warnt es per Lichthupe den Gegenverkehr vor einem Unfall?

Google hat in den USA ein Patent zugesprochen bekommen, das zeigt, wie sich das Unternehmen eine künftige Kommunikation zwischen autonomen Autos und Fußgängern vorstellen könnte. An den Wagentüren und der Motorhaube sollen Displays Warnhinweise oder Aufforderungen einblenden, die andere Verkehrsteilnehmer über die Intention des Autos informieren sollen.

Die im Google-Patent beschriebenen Autos finden vollkommen allein den Weg durch den Verkehr. Die Passagiere können nur das Ziel angeben. Insofern können sie mit Fußgängern, Radfahrern oder echten Autofahrern nicht mehr mit Handzeichen kommunizieren, was vor allem in Städten für einen besseren Verkehrsfluss sorgen kann.

Die Displays an den Fahrzeugseiten sollen eventuell Stoppschilder, einen Text oder andere Piktogramme anzeigen. Denkbar sind auch Lautsprecher außen am Fahrzeug, die Fußgängern und Radfahrern entsprechende Hinweise geben sollen. Google hatte das Patent ursprünglich im September 2012 eingereicht.

Japanische Autohersteller wollen Displays und Projektionen einsetzen

Nissan hat ebenfalls ein Kommunikationssystem für autonome Fahrzeuge vorgestellt, bei dem ein Bildschirm an der Windschutzscheibe passende Textbotschaften anzeigt.

Mitsubishi wählt einen anderen Ansatz und hat zur Kommunikation mit dem restlichen Verkehr ein Projektionssystem vorgestellt, das in der Nacht die Straße unmittelbar vor, hinter und neben dem Fahrzeug erhellen soll. Die Abbiegerichtung wird mit einer Animation angezeigt, zudem soll gewarnt werden, wenn sich eine Tür öffnet, oder der Fahrer scharf bremst beziehungsweise rückwärtsfährt. Die großen Projektionen sollen vor allem für Fußgänger eine Hilfe sein, die Intention des Fahrers schnell zu verstehen.

Doch diese Systeme werfen neue Fragen auf: Muss der Fußgänger auf die Zeichen achten oder sie nur als Hinweise betrachten? Was ist, wenn er nicht lesen kann oder die Anzeigen verschmutzt, defekt oder schlecht ablesbar sind? Wie sollen Kinder darauf reagieren? Vermutlich muss letztlich der Gesetzgeber tätig werden, doch bis es wirklich autonome Fahrzeuge gibt, wird es wohl nicht nur aus technischen Gründen noch etwas dauern.

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baldur 01. Dez 2015

Wäre dann aber schwer, auf den ersten Blick zu erkennen, ob die Anzeige gerade ein...

martinger 30. Nov 2015

Genau deswegen fordere ich ja, dass man den allerwichtigsten Parameter weiterhin...

TheUnichi 30. Nov 2015

Die meisten Computer heutzutage, selbst der kleine in deiner Tasche, ist von Grund auf...

TheUnichi 30. Nov 2015

Da hat einer Patente nicht verstanden.



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