Google-Partnerschaft: Apple könnte kleinere Modelle direkt aus Gemini destillieren
Die KI-Partnerschaft zwischen Apple und Google ist deutlich umfassender, als angenommen wurde. Wie aus einem Bericht von The Information (Paywall)(öffnet im neuen Fenster) hervorgeht, soll Apple in seinen eigenen Rechenzentren vollen Zugriff auf Googles Gemini-Modell haben.
Weiter heißt es, dass Apple bei der Nutzung von Gemini viele Freiheiten genießt und seinen Zugriff dafür nutzen kann, um kleinere Modelle zu destillieren. Diese könnten dann spezifische Aufgaben übernehmen und so klein sein, dass sie direkt auf Apple-Geräten laufen und Aufgaben schneller erledigen könnten.
Dass die Gemini-Technologie innerhalb Apples eigener Private-Cloud-Compute-Infrastruktur (PCC) betrieben werden soll, war bereits zuvor bekannt . Bislang hieß es aber nur, dass Apple eigene Sprachmodelle für On-Device-Aufgaben verwenden möchte.
Apple gibt Entwicklung eigener Modelle nicht auf
Die auf Basis von Gemini erstellten kleineren Modelle könnten laut The Information auch darauf trainiert werden, die internen Berechnungen von Gemini zu imitieren. Das könnte deren Effektivität steigern, aber auch dazu führen, dass die Ausgaben nicht immer den Apple für Siri erwünschten Ergebnissen entsprechen, heißt es weiter.
Der Bericht bestätigt allerdings auch, dass Apple die Entwicklungen seiner eigenen Modelle nicht aufgibt und weiterhin plant, die wichtigsten Änderungen an Siri auf der Entwicklerkonferenz WWDC im Juni 2026 bekanntzugeben. Dazu gehört, dass Siri sich an frühere Gespräche mit dem Nutzer erinnern soll und diesem Vorschläge unterbreitet.
Durch die Zusammenarbeit mit Google will Apple Siri schneller wettbewerbsfähig machen und zu Konkurrenten wie ChatGPT aufschließen. Dabei setzt Apple weniger auf eigene Serverinfrastruktur, sondern verlässt sich auf seine PCC-Architektur, um die technische Kontrolle über die Verarbeitung von Nutzerdaten zu sichern.
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