Tag 4 und 5

Es ist Wochenende! Morgens kommt mir eine Idee: Ich grase eine Stunde lang die Liste aller meiner Apps im Play Store ab. Dabei finde ich endlich eine kompatible Spotify-Anwendung! Die tauchte sonst nicht in der Suche auf. Die UI sieht für mich sogar aufgeräumter aus als im aktuellen Client. Ebenfalls offiziell aus dem Store verschwunden und gleich heruntergeladen: Super Monkey Ball. Installiert, läuft. Vielleicht sollte man öfter mal diese Liste durchgehen und nach solchen App-Leichen suchen, denke ich.

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Nachmittags höre ich Musik über Spotify und arbeite per Hotspot verbunden auf dem Notebook. Meine Stimmung steigt wieder. Weil ich keinen Messenger mehr habe, schreibe ich stattdessen per Signal-Desktop-App unter Windows Nachrichten. Das geht auch - und sogar besser. In den vergangenen Tagen habe ich die Spracheingabe von Google schätzen gelernt, weil die Android-Tastatur viel zu klein zum Tippen ist. Immerhin gibt es schon Wortvorschläge, die Option, mehrere Sprachen zu nutzen, aber natürlich nicht. Ich bin mir übrigens immer noch nicht sicher, ob die verhältnismäßig bislang gute Akkulaufzeit von mindestens 14 Stunden am Energiemanagement von Android liegt oder daran, dass ich das Telefon einfach weniger benutze als mein aktuelles Smartphone. In der S-Bahn stürzt das Smartphone ausnahmsweise nicht ab, dafür unterbricht es in unregelmäßigen Abständen die Verbindung zu meinem Bluetooth-Kopfhörer.

2010 fand ich die Idee absurd, dass man sein Telefon täglich aufladen müsste. Mein einziges Bluetooth-Zubehör war ein GPS-Empfänger, der nur sehr sporadisch und bei gutem Wetter funktionierte. In Berlin überhaupt nicht. Das Nexus One ist in diesem Bereich zwar besser, aber nicht so exakt wie mein modernes Smartphone. Es zeigt zuverlässig den Standort auf 20 Meter genau an. Trotzdem freue ich mich auf morgen: In 24 Stunden habe ich wieder ein modernes Telefon!

Tag 5

Ich mache eine Liste von Dingen, die mich am Nexus One nerven: kein Entsperren per Fingerabdruck, die Nachrichtenleiste, keine Screenshot-Möglichkeit, keine eigene Playlist in Spotify, der Kalender synchronisiert sich mitunter nicht, das Telefon loggt sich manchmal nicht in bekannte WLAN-Netzwerke ein. Alles Kleinigkeiten, sicher - in der Summe verleiden sie mir jedoch den Spaß an dem Smartphone. Ich nehme an, dass mir das 2010 alles recht gewesen wäre. Allein die Möglichkeit, problemlos Apps zu installieren und den Funktionsumfang des Telefons somit gravierend zu erweitern, hätte mich über andere Unzulänglichkeiten hinwegsehen lassen. Das Nexus One wurde durch Updates von Google noch mit der Version 2.3.3 namens Gingerbread versorgt, die Liste mit Verbesserungen ist lang. Der Komfortabstand zu Symbian oder Windows Mobile ist beträchtlich, Android Froyo läuft verglichen mit diesen Dinosauriern unter den mobilen Betriebssystemen flott und stabil.

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Mit den heutigen Alternativen ist das Smartphone nicht mehr attraktiv - und das liegt am Betriebssystem. Die Hardware hingegen ist in vielerlei Hinsicht völlig okay. Selbst der winzige Bildschirm würde viele Nutzer heutzutage kaum stören, wenn man den kleinen Formfaktor mag. Ja, die Kamera ist mies, der Speicher viel zu klein, LTE fehlt und das Entsperren ohne Biometrie erscheint heute umständlich. Aber grundsätzlich hat das Nexus One alles, was ein echtes Smartphone ausmacht. Mit einigem zusätzlichem Aufwand ließe sich bestimmt auch noch mehr aus dem Gerät herausholen, als ich es vermocht habe.

Am Nachmittag schalte ich endlich wieder mein Huawei P9 an - was für ein riesiger, heller Bildschirm! Die Dimming-Funktion des Nexus One hatte das Display immer reichlich stark abgedunkelt - natürlich ließ sich das in Android 2.2.1 nicht anpassen.

Auf dem Heimweg höre ich Musik - aber ohne Spotify, weil ich noch einen neuen guten Mix auf der Speicherkarte aus dem One habe. Ich tippe ganz normal per Bildschirmtastatur, ohne ständig korrigieren zu müssen - per Signal! Mein Kollege aus dem Mobilressort schreibt: "Und, wie schlimm war es?" Meine Antwort: "Ging schon". Ich möchte mein aktuelles Gerät nicht dauerhaft gegen das Nexus One tauschen. Aber das leuchtende Bällchen hätte ich schon gern zurück!

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 Tag 2 und 3
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ldlx 04. Dez 2019

Ein Galaxy A40 ist nicht viel größer als ein XZ2 Compact. Hatte das zunächst als...

felyyy 13. Feb 2019

Deine Aussage kann ich in keiner Weise bestätigen. Vermutlich warst du 2009 noch zu jung...

treysis 05. Feb 2019

So ist adoptable Storage ja auch nicht gemeint. Für dich soll es weitgehend transparent...

gadthrawn 04. Feb 2019

Ich fand die Tastatur im Vergleich zu Psalm oder blackberry extrem schlimm. Wabbelig billig.

stormi 03. Feb 2019

Habe auch noch mein Wave als ersatz hier rumliegen. Habe es auch sehr lange genutzt und...



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